„Bartisten sind Rassisten gegen Bärte“ – Cherry Glazerr im Interview

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Aller guten Dinge sind drei. Das zeigt sich auch bei Cherry Glazerr. Das Trio um Clementine Creevy steht kurz vor der Veröffentlichung ihres dritten Albums. Zahlenmystiker dürfen sich freuen. Alle anderen auch. Nicht nur, dass „Apocalipstick“ eine wundervoll laute, groovende und überhaupt ziemlich farbenfrohe Platte geworden ist. Clem, Schlagzeuger Tabor und Bassistin Sasami, die stolz ihr frisches Richard-Strauss-Tattoo spazieren trägt, sind drei super-sympathische und dabei humorbegabte Gesprächspartner. Ein bisschen durch zwar, dafür aber unaufgeregt und auf dem schmutzigen Michelberger-Teppich bleibend. Let’s go:

JM: Seit wann seid Ihr in Berlin?
CLEM: Seit vier Tagen.

JM: Habt ihr in den vier Tagen geschlafen?
CLEM, SASAMI, TABOR: Gelächter.
CLEM: Das könnte stimmen. Wir sind einen sehr seltsamen Schlafrhythmus gewöhnt. Und vom Jetlag haben wir uns auch nicht richtig erholen können.
TABOR: Also haben wir uns auf ihn eingelassen, den Jetlag.

JM: Das heißt, ihr mögt Berlin?
CLEM: Berlin ist eine großartige. Macht einfach derbe Spaß.
TABOR: Energetisch.
CLEM: Offen.
SASAMI: Sehr offen. Sehr frei. Und wunderschön.
CLEM: Richtig tolle Leute auch. Unvoreingenommen. Kreativ und freundlich.

JM: Freundlich? – Das ist nicht das Berlin, das ich kenne. Das Herz auf der Zunge tragen mag ehrlich sein. Aber manchmal ist diese Ehrlichkeit unangebracht. Zum Beispiel von einem Busfahrer.
CLEM: Ich weiß, was Du meinst.

JM: Und wisst Ihr, was auch in Berlin fehlt? – Die Sonne. Sasami, Du mit Deinem Miniröckchen kannst hier nicht so rumlaufen. Der russische Winter kommt.
TABOR: Oho – der russische Winter. Das Zeug, aus dem Albträume sind…

JM: Bevor wir nun zu Eurem neuen Album kommen, müssen wir ein paar Dinge aufklären. Im Juli 2016 wart Ihr noch zu viert. Und dann ist einer unter die Räder gekommen?
CLEM: Mhmm.
TABOR: Hehe.

JM: Sehr gut. Machen wir hinter diese Frage zur Vergangenheit ein Häckchen. CLEM, als Du mit der Musik begonnen hast und Dich mit dem Gedanken trugst, das professionell zu machen – hättest es Du je für möglich gehalten, die ersten ernsthaften Schritte diesbezüglich Hand in Hand mit der Modeindustrie zu gehen?
CLEM: Nein. Eigentlich war das eine meiner Ängste. Musik und Mode pflegen eine komplizierte Beziehung. Mode ist das Letzte, woran ich beim Musikmachen denke.

JM: Hab ich mir gedacht.
CLEM: Ts ts ts
TABOR: Hehe.

JM: Ist ja auch eine komische Mischung.
CLEM: Es ist eine giftige Mischung.

JM: Ich habe mir Euer Narduwar-Interview angesehen. Stimmt die Geschichte, dass die Manager von Yves Saint Laurent eine Zeile aus “Teenage Girl” zensiert haben?
CLEM: Ja. Total abgefuckt. Aber ist nicht alles abgefuckt?
TABOR: Warte mal – was war da los?
CLEM: Bescheuerte Idioten. Eine Bande bescheuerter Idioten. Yves Saint Laurent wollten “Teenage Girl” auf ihrer Website abspielen und haben einen Edit angefertigt, bei dem sie “Rob Kardashians a tool” rausgeschnitten hatten.
TABOR: Stimmt.
CLEM: Saftärsche.

JM: Ich bin sehr froh. Jetzt haben wir auch dieses Thema hinter uns. Tabor – warum hast Du kein Geschenk vom Narduwar bekommen?
TABOR: Verdammt gut Frage. Frag ihn. Sofort. Jetzt, Ruf ihn an!

JM: Wer finanziert ihm seine Geschenke?
TABOR: Keine Ahnung. Aber Clem hat gleich drei gekriegt und ich keins.
CLEM: Der mag halt keine Bärte. Er ist ein Bartist.

JM: Ein Bartist?
SASAMI: Ein Bartist. Naja, so rassistisch gegenüber Bärten halt.

JM: Ich wusste gar nicht, dass es solche Leute gibt. Auf jeden Fall düsen wir hier nur so durch Themen, dass es der Wahnsinn ist. Worüber ware ein Film, der den Titel “Apocalipstick Now” trägt?
CLEM: Der ist gut. Es wäre eine feministische Dystopie.
SASAMI: Science Fiction.

JM: Die Gitarre schwingende Wikingerin aus der Zukunft auf dem Cover Eures Albums, das ganz zufällig “Apocalipstick” heißt – Clem, bist Du das?
CLEM: Klar.

JM: Und sie ist Shera nachempfunden?
CLEM: Alter – Du hast ja so recht. Sie ist von Shera inspiriert. Shera ist großartig. Sie einen tollen Helm. Aber ich habe mit den Brüsten experimentiert. Ich habe ihr andere Brüste gemacht.

JM: Das werde ich nochmal nachprüfen. Ähm – verglichen mit den älteren Alben hat “Apocalipstick” Überlänge. “Papa Cremp” war nur halb so lang.
CLEM: Da waren ja auch nur sechs Songs drauf.

JM: Genau. Und viel kürzer waren die auch noch.
CLEM: Weil ich ja noch dabei war zu lernen, wie man Songs schreibt. Das ist auch der Grund, warum die alle nur anderthalb Minuten lang sind.

JM: Dass Eure Songs länger werden, ist Teil einer natürlichen Entwicklung?
CLEM: Beides. Natürliche Entwicklung und Kompetenz. Beim Songschreiben.
SASAMI: Hast Du die Vier-Minuten-Marke schon durchbrochen?

JM: “Apocalipstick” klingt raffinierter als die vorangegangenen beiden Alben. Weniger lo-fi-y. Als wäre auf viele Dinge mehr und feinfühliger acht gegeben worden. Nur bei “Sip O‘ Poison” und “Instant Gratification” gibt es diese lärmigen Wall-of-Sound Teile. War das eine Entwicklung wie die beim Songwriting?
SASAMI: Ich glaube, dass die Produzenten, mit denen wir an “Apocalipstick” gearbeitet haben, über ein unglaubliches Wissen in Sachen Audio-Equipment verfügen, das sie über Jahre angesammelt haben: Wie man den Sound maximiert, ungewollte Verzerrung minimiert, etc. Es war wichtig, mit erfahrenen Produzenten zu arbeiten.

JM: Und Ihr seid Ihnen einfach gefolgt? – Oder gab es Situationen, in denen Ihr dachtet: Hey, wieso sollen wir jetzt was machen, was wir selber vielleicht gar nicht wollen?
CLEM: WINDET SICH
TABOR: Für jeden von uns war diese Erfahrung eine andere. Zu dem Zeitpunkt waren auch noch dabei, uns als Band zu finden, Sasami und ich waren gerade erst dazugestoßen, als die Aufnahmen losgingen. Da ging es auch um Vertrauensaufbau. Zwischen uns und Clem, zwischen Clem und den Produzenten, zwischen den Produzenten und uns. Es ist wie ein Dialog und rückblickend gibt es wohl einiges, von dem man sich jetzt wünscht, dass man es gesagt oder anders geäußert hätte. Dann wiederum sind da Dinge, mit denen wir sehr glücklich sind. Dinge, die zu hören auf dem Album wir überrascht waren. Und ich glaube, so verhält es sich mit jeder Aufnahme.

JM: Warum ist der Titelsong “Apocalipstick” ein Instrumental – für die Ihr ja nicht wirklich berühmt seid?
SASAMI: Weil es cool ist.
CLEM: Weil es sich richtig anfühlt.

JM: Ist der Titel willkürlich gewählt oder gibt es da einen Aspekt Programm-Musik – SASAMI, klassische Musik ist eher Dein Gebiet, oder?
SASAMI: Ich glaube, der Titel ist genauso lustig und bedeutungslos wie alles andere auch.
Allgemeines Gelächter.

JM: Meine Aufgabe ist es ja, Zusammenhänge herzustellen. Auch dort, wo keine sind. Teilt ihr eine gemeinsame Klang-Vision? Gibt es einen Künstler, der Euch in dieser Hinsicht als Orientierung dient?
CLEM: Jesus Christus.

JM: Na klar – sein erstes Album ist der Ober-Hammer…
CLEM: Ein Klassiker…
TABOR: Wir hören so viel Musik.
CLEM: Zu viel.
TABOR: Zu viel, um von einer gemeinsamen Vision zu sprechen.
CLEM: Wir sprechen eine gemeinsame musikalische Sprache, die von vielen verschiedenen Dingen inspiriert ist, die wir zusammen oder einzeln hören.
TABOR: Das entwickelt und ändert sich ja auch ständig. Keiner sagt: Lasst uns das hören, weil wir jetzt dieses machen wollen. Da ist etwas Organisches im Gange und Musik ist Teil unseres Lebens, Teil der Sprache, mit der wir zueinander gefunden haben.
SASAMI: Das alles hat viel mit Vertrauen zu tun. Und wir alle wissen, dass wir die besten Musiker sein wollen, die wir sein können. Und wir alle wissen, dass jeder seine Hausaufgaben macht. Was das angeht, gibt es keinen Ersten unter Gleichen. Jeder von uns trieft vor Ideen. So sind wir halt.
TABOR: Das geht sowas von tief, dass es banal wäre, Dir jetzt ein paar Namen zuzurufen.

JM: Das ist es auch, was Euch von Steel Panther unterscheidet.
CLEM: Steel wer?

JM: So eine Art Musik-Comedy-Act, der sich um alles dreht, was Hair-Metal war, ist und sein wird.
TABOR: Haha.

JM: Großartige Musiker, aber eben eigentlich Komödianten. Ihr habt nie von Steel Panther gehört? Seht Euch mal ne Show von denen an.
CLEM: Humor ist so ziemlich das Einzige, was uns kleinen Menschen bleibt. Es ist enorm wichtig, Dich selber nicht zu Ernst zu nehmen. Überhaupt nichts zu Ernst zu nehmen. Musik inklusive. Also: Wir haben Humor.

JM: Ja, Ihr macht einen diesbezüglich fähigen Eindruck.
CLEM: Ich meine das mit dem Ernst-Nehmen natürlich in einem lockeren Sinne. Musik ist die einzige Sache, bei der es und wirklich um etwas geht. Ah – und Sex vielleicht.
TABOR: Das wäre dann ein guter Tag…

JM: Heißt Musik ernst nehmen (wenn auch in einem lockeren Sinn) auch üben?
Alle: Na klar.
CLEM: Ich habe gerade dorische Tonleitern geübt.

JM: Demnächst tretet Ihr also in Kirchen auf?
CLEM: Stimmt genau.

JM: Ihr lebt alle in Los Angeles. Könnt Ihr Euch vorstellen, die Musik, die Ihr macht, in einer anderen Stadt zu machen?
CLEM: Absolut.
TABOR: Ich will hier nicht widersprechen. Aber die Schwingungen und die Kultur der Stadt sind ein wichtiger Teil unseres Life-Styles. Die spezifischen Einflüsse, Freundschaften, musikalische Bekanntschaften, die Leute, mit denen wir gespielt haben, die man sich auf der Bühne anschaut. Nirgendwo sonst habe ich je so konsequent an und um Musik herum gearbeitet, deswegen kann ich nicht sagen, wie es sich woanders anfühlen würde. Niemals würde ich unsere Musik L.A.-zentrisch nennen. Aber Fakt ist, dass unsere Umgebung einen riesigen Einfluss auf uns ausübt.
CLEM: Nicht in L.A. zu leben, wäre kein Hindernis für unsere Musik.

JM: Gibt es einen Ort oder Club in L.A., wo Ihr regelmäßig spielt? Einfach nur, um mal eben live zu rocken?
TABOR: The Smell. Hast Du vom The Smell schon gehört?
CLEM: Yeah, The Smell.

JM: Nein, kenn ich nicht.
TABOR: Das ist ein legendärer DIY-Club im Zentrum L.A.s. Alle haben da irgendwie angefangen. Wenn Du jemals in L.A. sein solltest, geh an einem beliebigen Wochentag dahin. Da ist immer was los. Es wunderschön, komisch und funky. Wenn es einen Ort in L.A. gibt, über den zu sprechen sich überhaupt lohnt, dann the Smell.

JM: Danke für das Interview.

Foto: Daria Kobayashi Ritch


english version



JM: So when did you guys get here?
CLEM: Four Days ago.

JM: Four days ago – so you must have had like a full Berlin experience.
CLEM: Yeah,

JM: Did you ever go to sleep in those four days?
CLEM, SASAMI, TABOR: All laughing.
CLEM: That’s a fair assessment. We tuned to a very weird sleeping schedule, if we’re being honest. We never really got over the jetlag.
TABOR: Instead we embraced it!

JM: So that means you enjoy the city.
CLEM: Berlin is such a great city. So much fucking fun.
TABOR: Energetic.
CLEM: Open
SASAMI: Very Open. Very Free. And beautiful.
CLEM: Super Awesome people. Not judgemental, creative and friendly …

JM: Actually that’s not the Berlin I know. Cause wearing your heart on your tongue is honest. But sometimes you just don’t want that kind of honesty from a bus driver.
CLEM: I totally feel you.

JM: And you know what else is missing in Berlin? – The sun. Actually you can’t walk around dressed like you, Sasami – the russian winter is about to come in.
TABOR: Oh, the russian winter. Stuff of nightmares.

JM: So before we get into your new album, let me clear things up. In July you still were 4 people in the band. And then, someone got lost on the road?
CLEM: Mhmm.
TABOR: Hehe.

JM: Okay, so this topics done with. Another historical aspect: Clem, When you started out playing music and fumbling with the idea of being a professional musician, did it ever come to your mind, that you’re intro into the music world would be realized through some sort of Fashion industry collab?
CLEM: No, that was a fear I had.Music and fashion have a complicated relationship. And no, fashion was the last thing on mind when I was or am writing songs.

JM: I would’ve guessed so.
CLEM: ts ts ts ts ts
TABOR: Hehe.

JM: It’s kind of an odd coupling.
CLEM: It’s a toxic coupling.

JM: And I just watched your Narduwar interview in which he asked you about the censorship thing – did Yves Saint Laurent really make you drop the line?
CLEM: Yes. It’s fucked. Isn’t it all fucked?
TABOR: Wait, what happened?
CLEM: Stupid idiots. Bunch of stupid idiots. Ah – they wanted to use „Teenage girl“ for their website and the used an edited version where they took out the line „Rob Kardashians a tool“ ….
TABOR: Right.
CLEM: A bunch of fucking twats.

JM: I’m so glad. We got this on down too, Why didn’t you get a gift, Tabor?
TABOR: Good fucking question, Ask him. Right now: Call him up.

JM: Who is financing his gifts?
TABOR: I don’t know. But Clem got like fucking three presents, and I got zero.
CLEM: That’s because the narduwar doesn’t like beards. He’s a beardist.

JM: He’s a beardist?
SASAMI: A beardist. Like racist against beards.

JM: I didn’t even know that people like this exist. We’re practically racing through the topics, here. What would a film be about with the title „Apocalipstick Now“?
CLEM: Good one. It would be a feminist dystopian.
SASAMI: Sci Fi movie

JM: So the guitar winging future viking on the cover of your new album that surprisingly calls itself „Apocalipstick“ – is that you?
CLEM: Yeah.

JM: And it was modeled after She-Rah?
CLEM: Dude – you’re right, she was inspired by She.ra. Shera is great. She ra has a great headpiece. And I messed with the boobs. I think I did different boobs.

JM: I’ll have to recheck on that.
CLEM: haha.

JM: Compared to your older music, „Apocalipstick“ has major overlenght. „Papa Cremp“ playtime was half of that of „Apocalipstick“: Would you know why?
CLEM: Cause it was only about six songs.

JM: Yeah and the songs were much shorter.
CLEM: That is because I was learning how to write songs, that’s why they’re all like a minute and a half.

JM: So you’re songs becoming lengthier is a natural evolution?
CLEM: I think it’s both, natural and expertise. In songwriting that is.
SASAMI: Have you made it to the 4 minute line yet?

JM: „Apocalipstick“ sounds way more refined then the previous two al ums. Less low-fi-y. It’s almost like more thing were taken care of in a delicate way . Only „Sip O‘ Poison“ and „Instant Gratification“ feature wall of sound noises. Was that an evolution like the one in songwriting
SASAMI: I think the producers that we worked with on that record have decades worth of knowledge about how to audio equpiment, how to maximize sound and how to minimize unwanted distortion or whatever. So basically working with producers that know their stuff, played a major part.

JM: And you guys went with them, so to say?! Or was it ever like: Really, they want us to do this or that and we’re not even sure if that’s what we want?
CLEM: Making all kinds of faces
TABOR: It was a different kind of experience for everyone. We were kind of learning how to play with each other. At that time Sasami and I had not been in the band for very long when we cut the record. There was a lot of trust building going on all parts, between us and Clem, between Clem and the producers and between us and the producers. So it’s a dialogue and maybe there are some things that you look back on and you wish you had said during the session. But then there are other things that we’re totally happy with that we’re surprised to hear. And I feel like, that’s the same with any record.

JM: Why is especially the title track an instrumental? Also because you’re not that famous for putting out instrumentals.
SASAMI: It’s cool.
CLEM: It just feels right.

JM: Is the title completely arbitrary or has it program music edge to it – Sasami, you’re kind of familiar with classical music, right?
SASAMI: I think the title is just as fun and meaningless as everything else.
Laughter exploding.

JM: I always keep wondering if you guys share some sort of common sound vision. It#s my profession to connect the dots – even if there’s neither dot nor connection. Is there an artist that you find useful as a sort of orientation?
CLEM: Jesus Christ.

JM: Oh yeah – his first album is awesome.
CLEM: It’s classic.
TABOR: We listen to music so much
CLEM: Too much.
TABOR: As far as this common vision is concerend,
CLEM: We share a musical language that’s inspired by a wide range of things , that we listen to together and seperately.
TABOR: And also it’s always evolving and changing. It’s not like a static thing. Nobody comes in saying let’s listen to this because we wanted to this. It’s an organic evolving thing and music is just part of our lives and part of the language that we speak to each other.
SASAMI: There’s big trust thing where we all know that we ant to bet he best musicians that we can, and we all know that we’re doing our homework. In term s of this there no first among equals. We all are outpouring with ideas. It’s a trust thing where we might not talk to each other about what we listened to fort he last two days, but we know that everyone is listening to music obsessively, absorbing certain fills or scales. Or whatever. It’s part of our nature.
TABOR: It’s such an in depth conversation that it almost makes it sound trite to throw out a couple of artists to you.

JM: And that’s what makes you different from Steel Panther?
CLEM: Steel Panther?

JM: It’s sort of a musical cabaret act, trying to encaptivate all of hair metal.
TABOR: haha.

JM: They’re wonderful musicians, but it’s all comedy. You have never heard of Steel Panther? – You should check out some of their shows.
CLEM: Comedy ist he only thing we have as little idiot human beings I think. It’s very important to not take yourself too seriously. Or anything seriously. Including Music. And so: We have comedy.

JM: Yeah, you seem to be pretty good at it.
CLEM: I mean taking it seriously in a loose sense. Music’s the only thing we give a shit about. That’s where it comes down to it. Ah – and maybe: Sex.
TABOR: That was a good day then.

JM: Does taking music seriously (in a loose sense that is) still entail practicing?
All: Of course.
CLEM: I just practiced dorian scales.

JM: So next up will be performances in churches.
CLEM: That’s right.

JM: Awesome: Just as this post on your facebook timeline where it says recording a soundtrack for a seventies porn? What was that all about?
SASAMI: That was before I got kicked out
CLEM: That was so funny. Well. It was just this room and a bunch of velvet.
SASAMI: We were recording a song, that was it.
TABOR: I whish we had recorded the soundtrack to a vintage porn flic.

JM: As for german consumers this scenario would not be too far off – foreign movies and tv-series get dubbed, meaning synchronized. And porn movies as well.
CLEM: Of course.
TABOR: Of course. Because you need to understand that dialogue. If you don’t understand the story how can you get enjoyment out of the movie?

JM: You guys are living in L.A. Would you think it possible to make the music you make in another city?
CLEM: Totally.
TABOR: It’s also – not disagreeing here – it’s also a big part of our life-styles. The vibe and the culture of the city, the specific influences, and friendships, musical friendships, people that we’ve been playing with, the bands you see. I never made music consistently anywhere else, so I wouldn’t know how it feels. I would never call our music L.A.-centric but the fact is, that the surroundings have a major effect.
CLEM: Not living in L.A. though wouldn’t be hinderance for our music.

JM: Is there a place or cluub in L.A. where you regularly perform. Just for the heck of playing live?
TABOR: The Smell. Have you heard of the Smell?
CLEM: Yeah, the Smell

JM: No.
TABOR: It’s a legendary DIY in downtown L.A., Everyone cuts their jobs there. If you ever go to L.A., go to the Smell at any random night. It’s always worth going there. And it’s beautiful and weird and funky. If there’s any place in L.A. that’s even worth to have a conversation about, it’s the smell.

JM: Thank you for the interview.

 

 

Geboren in: Magdeburg - stop - Zuhause in: Berlin - stop - Sammelt vor allem: Kochbücher - stop - Spezialist für: Kachelfunk, Power-Pop & Ostblock-Big Bands - stop - Zitiert am liebsten: Mitch Hedberg - stop - Endziel: Nobelpreis für alle - stop -

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