Eigentum verpflichtet – zum Tag des geistigen Eigentums

April 25, 2012

Es gibt einen für Tiere, Frauen, Väter und Krankheiten. Es gibt ihn für ihn für die Arbeit, das Lachen und die Weltraumforschung. Sogar für’s Knuddeln gibt es einen. Vor diesem Hintergrund wäre es ja auch allerhand gewesen, wenn es ausgerechnet dafür keinen gegeben hätte. Die Rede ist vom Welt-Tag des geistigen Eigentums.

Von der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) im Jahr 2000 erdacht, findet er seit 2001 am 26. April eines jeden Jahres statt. Ziel der Einrichtung ist es, die Aufmerksamkeit auf den Wert und die Wichtigkeit des so genannten geistigen Eigentums zu lenken. Damit verbunden ist die Hoffnung, zu einem verbesserten Verständnis für die Notwendigkeit des Schutzes individueller kreativer Leistungen beitragen zu können. Angesichts der aktuellen Debatten um Urheberrechte und wie damit in Zeiten des Internet umzugehen ist, erweist sich dieser Feiertag als regelrechter Segen. Zwar lässt er die Probleme nicht einfach so verschwinden; für einen Anlass, immer wieder neu darüber nachzudenken, sorgt er allemal.

Die große Anzahl an Organisation und Verbänden, die genau diesen Anlass nutzen, um den Rahmen, den der Tag des geistigen Eigentums aufspannt mit Leben zu füllen ist 1. beinahe überwältigend und zeigt 2., dass der Tag des geistigen Eigentums hervorragend angenommen wird. Gäbe es ihn nicht – man müsste ihn erfinden. Ganz nebenbei offenbaren die zahlreichen Veranstaltungen zu diesem Anlass, dass geistiges Eigentum kein Konzept aus einem weltfremden Elfenbeinturm ist. Ob Architekt, Erfinder, oder Sportschuh-Designer. Ob Werbe-Texter, Grafiker oder Software-Entwickler. Sie alle sind in hohem Maße auf ihr eigenes geistiges Eigentum angewiesen. Ihre Berufe kann es nur geben, weil ihr geistiges Eigentum geschützt wird. Marken-, Online- und sonstige -Piraterie bedeuten diesbezüglich nicht nur einfach eine So-und-so-prozentige Umsatzeinbuße, sondern stellen eine akute Bedrohung für die Existenz aller dar, die auf ihr geistiges Eigentum angewiesen sind.

Dass das erst recht für jene Tätigkeiten gilt, die gerne unter dem Begriff Kreativ-Wirtschaft zusammengefasst werden, versteht sich eigentlich von selbst. Eigentlich. Die derzeitig geführten Debatten rund um das geistige Eigentum von Komponisten, Musikern, Schriftstellern und Fotografen machen oft Vergessen, dass die Urheberschaft nichts anderes ist als die Anerkennung geistigen Eigentums.

Joinmusic hat sich deshalb entschlossen, den Tag des geistigen Eigentums dafür zu nutzen, über Grundsätzliches zu diesem Thema zu informieren: Als Medien-Unternehmer weiß Frank Otto nur zu gut, welchen Wert geistiges Eigentum hat und haben muss. In seinem Joinmusic-Feature legt er den Finger in die Wunde und macht deutlich, dass eine Welt ohne geschütztes geistigen Eigentums keinen Spaß macht. Damit niemand das Gefühl haben muss, thematisch ins kalte Wassergeworfen zu sein, gibt Joinmusic-Redakteur Thomas Kühnrich in seinem Beitrag einen kleinen Überblick über den aktuellen Stand der Diskussionen.

Auf das Geistige Eigentum!

photo: wikimedia commons

Posted by: Thomas
Geboren in: Magdeburg - stop - Zuhause in: Berlin - stop - Sammelt vor allem: Kochbücher - stop - Spezialist für: Kachelfunk, Power-Pop & Ostblock-Big Bands - stop - Zitiert am liebsten: Mitch Hedberg - stop - Endziel: Nobelpreis für alle - stop -
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