„Auf Island gibt es viele Raucher.“ Fufanu im Interview

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Ob Erling Bang der richtige Name des Schlagzeugers vom isländischen Trio Fufanu ist? Wurde im Interview genauso wenig geklärt wie die Frage, ob Gulli Einarsson Kaktus Einarssons Bruder ist; von Kaktus Vornamen ganz zu schweigen. Dafür wurden andere Sachen verhandelt. Warum das neue Album „Sports“ so anders klingt, als der Vorgänger zum Beispiel. Oder so wichtige Dinge wie Mariah Careys unspektakulärer Neujahrs-Auftritt. Und ob die Mitglieder der Band mit dem berühmt gewordenen Fußball-Kommentator befreundet ist. The real deal halt. Ein zurückhaltend-höflicher, aber nicht minder kluger und bestimmter Kaktus klärt auf.

JM: An Sport kommt man gerade nicht vorbei. Hast Du gehört, was Mariah Carey gesagt hat, als ihre Playback-Performance an Neujahr in die Hose ging?
KAKTUS: Nein.

JM: „I’m just trying to be a good sport here“.
KAKTUS: Aha – ja, von dem Auftritt habe ich gehört.

JM: Desaströs. Einer Künstlerin wie ihr eigentlich unwürdig.
KAKTUS: Ja.

JM: Hattet Ihr mit Fufanu jemals einen Playback-Auftritt?
KAKTUS: Nein – aber ich glaube der beste Playback-Auftritt aller Zeiten war von den Stone Roses. Die haben „Fool’s Gold“ bei Top of The Pops gespielt, wo früher alles mit Playback gemacht wurde. Und Ian Brown hält sein Mikro irgendwo hin, nur nicht direkt vor seinen Mund, um zu demonstrieren, wie lächerlich er all das findet. Und da gab es doch noch eine andere Band – die haben während eines solchen Playback-Auftritts die Instrumente gewechselt.

JM: Ich glaube, das war Iron Maiden.
KAKTUS: Kann sein.

JM: Zu Euch. Ich war noch nie auf Island. Bis es soweit ist, muss ich mich auf Stereotypen und Vorurteile stützen. Eins davon lautet, auf Island kennt jeder jeden. Kennt einer von Euch den TV-Reporter, der die Spiele der isländischen Mannschaft kommentiert hat?
KAKTUS: Meinst Du denn, der so geschrien hat?

JM: Ganz genau.
KAKTUS: Nein, nicht wirklich. Aber gesehen habe ich ihn. Nach den Europameisterschaften habe ich angefangen, in einem kleinen Fitness-Studio zu trainieren. Und als ich gerade gehen wollte, kam er rein. Und da wusste ich: Hier bist Du richtig.

JM: „Sports“ heißt Euer neues Album. Habt ihr denn so was wie eine Lieblingssportart?
KAKTUS: Unterschiedlich. Der einzige Sport, in dem ich jemals halbwegs gut war, war Eishockey. Aber die Olympiade gucken, das mach ich auch gern. Ist mir lieber als Fußball. Generell haben wir mit Sport nicht soviel zu tun. Deswegen mögen wir die Olympiade. Die ist nur alle vier Jahre.

JM: Sozusagen die richtige Dosis. Ich gehe davon aus, dass keiner von Euch joggen geht.
KAKTUS: Nein.

JM: Sehr sympathisch. Ich auch nicht. Die Frage musste ich aber trotzdem stellen, weil das ein oder andere Stück auf „Sports“ garantiert in Jogging-Playlisten auftauchen wird. Ein Grund dafür ist, dass „Sports“ insgesamt schneller ist als Euer Debüt „Few More Days To Go“. Überhaupt haben die Songs auf „Sports“ rhythmisch vielmehr Zug zum Tor. Was war da los?
KAKTUS: Das hat sich einfach so entwickelt. Hauptsächlich hat es wohl damit zu tun, dass wir viel live gespielt haben. Und auf der Bühne tendieren wir dazu, unsere Songs schneller zu spielen. Und dann haben wir einfach noch mal einen Zahn zugelegt. Außerdem haben wir uns mehr mit der elektronischen Seite unserer Musik befasst. Es war ein natürlicher Prozess. Live, auf der Bühne, haben sich unsere Songs energetischer angefühlt, wenn wir sie schneller gespielt haben. Zurück im Studio haben wir einfach schnellere Songs geschrieben.

JM: Macht Sinn. Du hast gerade einen anderen wichtigen Aspekt erwähnt, der den Fufanu Sound auf „Sports“ ausmacht: Weniger verzerrte Gitarre, viel mehr elektronische Klangquellen, ein noch präsenterer Bass als auf „Few More Days To Go“. Alles in allem: Mehr Can, Kraut und Liquid Liquid und weniger Ministry und Revolting Cocks. Ist das ein kleines Zurück zu Euren Techno-Wurzeln?
KAKTUS: Ja, das kann man so sagen. Wir sind ja auch ein Stück reifer geworden und haben uns entwickelt. Die Songs auf „Few More Days To Go“ waren von 2013. Veröffentlicht wurde das Album aber erst 2015. In der Zwischenzeit sind wir jetzt zwar nicht auf einmal erwachsen geworden, aber wir hatten eine genauere Vorstellung von dem, war wir überhaupt wollten. Unser erstes Album war wie ein Experiment. Nach dem Motto: Wollen doch mal schauen, was passiert, wenn wir unser elektronisches Zeug mit einer verzerrten Gitarre und meiner Stimme miteinander mischen. Und nachdem wir das getan hatten, wurde uns immer klarer, was wir von dieser speziellen Mischung eigentlich wirklich wollten. Die Zeit des Experimentierens ist vorbei, weil wir jetzt wissen, was passiert, denn man das mit dem mischt.

JM: Ich nehme an, dass das Hand in Hand geht mit dem stark veränderten Sound-Design. „Sports“ klingt jetzt nicht aseptisch, aber irgendwie aufgeräumt, ordentlich halt, Alles ist da, wo es hingehört. Weniger Lärm, mehr Klang-Raffinade.
KAKTUS: Da gebe ich Dir recht. Wenn Du Dir Kraftwerk-Alben anhörst, ist deren Präzision einfach überwältigend. Das mit dem Sound-Design war am ehesten wahrscheinlich Instinkt. Wir wollten eine übersichtlichere Klang-Landschaft. Weil jedes Klangelement gleichermaßen wichtig war. Jedes steht für sich und kann sich einzeln behaupten. Es gibt keinen Bedarf für eine Überdosis davon oder andere Unausgewogenheiten.

JM: Das ist Euch ja gut gelungen.
KAKTUS: Danke. Das hört man gern.

JM: Natürlich gibt’s da auch noch Überbleibsel vom alten Sound. Zum Beispiel am Ende von “Syncing in”.
KAKTUS: Stimmt.

JM: Da wird ja eine richtige Klangmauer aufgebaut, Stein um Stein.
KAKTUS: Ja, solche Sachen sind auch auf dem Album. Was sie von früheren Aufnahmen unterscheidet, ist, dass wir uns dieses Mal dabei wirklich etwas gedacht haben. So etwas wie ein Konzept hatten. Anstelle einfach nur alles auf einen Haufen zu werfen und damit eine Soundwall zu bauen, haben wir die Klang-Explosion sehr genau konzipiert: Drei Synthie-Motive, die sich miteinander und gegenseitig aufschwingen. Wir waren uns des Materials in unseren Händen, während wir es bearbeiteten, schlicht bewusster.

JM: Aber weißt Du auch, was sich bei Fufanu gar nicht geändert hat?
KAKTUS: Sag’s mir.

JM: Beide Eurer Alben sind mit einer Single angekündigt worden, die das jeweils längste Stück auf dem Album war.
KAKTUS: Stimmt.

JM: Bist Du, Seid Ihr Euch dessen bewusst?
KAKTUS: Nein, überhaupt nicht. Aber jetzt wo Du es sagst. Mir war das vorher nie aufgefallen.

JM: Ein mutiger Move. Die Leute müssen sich Zeit nehmen, um sich mit Euch und Eurer Musik auseinanderzusetzen. „Circus Life“ war über sieben, „Sports“ ist über sechs Minuten lang.
KAKTUS: Ja, das ist schon so was wie ein Sport, sozusagen. Aber im ernst: Wenn wir der Regel folgen, wird die nächste Single nur fünf Minuten lang. Und stell Dir dann mal unser fünftes Album vor. Das wird eine Punk-Scheibe.

JM: Lustig. Du – der Text von „Sports“ hat mit Leibesertüchtigung aber nichts zu tun, oder?
KAKTUS: Nein. Das war nur der Name des Instrumental-Demos. Das klang halt richtig sportlich. Also haben wir es „Sports“ genannt und dann nie wieder geändert. Mit der Stimme darüber wäre es sicherlich einfach gewesen, das Stück dann „Chocolate Brownie“ zu nennen. Vielleicht haben wir es nur deshalb nicht gemacht, weil wir damals schon wussten, dass wir dazu ein sehr sportliches Video wollten.

JM: Das Video ist in der Tat sehr sportlich. Bis auf den Zigarette rauchenden Schiedsrichter.
KAKTUS: Naja – im Grunde genommen ist Gulli ja nur ein Athlet auf dem nächsten Level. Er ist so gut in Form, dass Rauchen kein Problem ist.

JM: Meta-Sport, halt. Wie Buster Martin. Wo wir gerade von Zigaretten sprechen. Im Video zu „Bad Rockets“ sieht man Euch in irgendeinem Club Party machen, trinken, rauchend. Gibt es auf Island kein Rauchverbot?
KAKTUS: Ja nu – das ist unser Studio.

JM: Wow – ein schickes Studio.
KAKTUS. Ja. Dankeschön. Auch auf Island darf man in der Öffentlichkeit nur noch eingeschränkt rauchen. Ich rauche ja eh nicht – was ich begrüße. Für das Video haben wir in unserem Studio eine Party veranstaltet. Und damit alle drinbleiben und nicht ständig zum Rauchen rauslaufen, mussten wir das Rauchen gestatten. Es hätte sonst ewig gedauert. Auf Island gibt es viele Raucher.

JM: Einer meiner Lieblingssongs auf „Sports“ ist „White Pebbles“. Wovon handelt der
KAKTUS: Ähm, warte mal, da muss ich kurz drüber nachdenken. Das ist einer der Tracks, die wir eigentlich nicht live spielen.

JM: Oho.
KAKTUS: Lass es mich so sagen: „White Pebbles“ handelt von mir und einer bestimmten Zeit, auf die ich zurückblicke. Eine Zeit, in der ich ein bisschen durcheinander war. Blind vor Liebe, wahrscheinlich. Mit „White Pebbles“ hast Du Dir ausgerechnet den persönlichsten Song des ganzen Albums herausgepickt.

JM: Ist das der Grund, warum Ihr den nicht live spielt?
KAKTUS: Nein-nein, Haben wir ja schon. Zweimal. Er passt nur nicht zum Rest des Live-Programms.

JM: Wer singt auf „Just Me“ – die Stimme klingt so anders.
KAKTUS: Ich singe alles. Gulli teilt sich mit mir den Refrain auf „White Pebbles“ und doppelt mich hier und da. Auf „just me“ ist es just me.

JM: Vielleicht erscheint Dir die nächste Frage als zu aufdringlich. Sollte das so sein, brauchst Du sie einfach nicht beantworten: Könnt Ihr von Fufanu leben?
KAKTUS: Ja, können wir. Wir hatten viel Glück. Aber wir waren auch viel unterwegs. Das war wahrscheinlich auch der Grund, warum wir es professionell versuchen wollten.

JM: Seid Ihr vertraut mit der Diskussion über professionelles Musizieren einerseits und nicht davon abhängig zu sein andererseits?
KAKTUS: Damit sind wir ständig konfrontiert. Aber ich weiß nicht genau, was ich dazu sagen soll. Was Du meinst, stimmt. Für uns ging es bei dem Schritt hin zum professionellen Musiker vor allem um mehr Zeit. Zeit, die Du nicht hast, wenn Du zwischen drei verschiedenen Jobs rotierst und Dir immer Urlaub nehmen musst, wenn Du auf Tour gehst. Vielleicht ist es auch einfach anders auf Island. Um ein bisschen touren zu können, musst Du raus aus Island. Und weil das immer gleichbedeutend mit Fliegen ist, versuchst Du natürlich das Meiste daraus zu holen. Wären wir in England, könnten wir am Wochenende auf Tour sein, und während der Woche arbeiten gehen. Aber Island verlässt Du nicht nur für ein Wochenende. Und natürlich hoffen wir, dass sich unser Album gut schlagen wird.

JM: Wie Du gerade erwähntest, seid Ihr alle auf Island zu Hause. Gibt es Pläne, eventuell woanders hinzuziehen. Aus Kreativitätsgründen ins günstige Berlin zum Beispiel?
KAKTUS: Nein, solche Pläne haben wir nicht. Wir mögen es, hier zu leben. Vielleicht gehen wir für eine kurze Zeit auch mal woanders hin. Ich hab das schon gemacht. In London. Zum Arbeiten. Es war großartig. Reisen hilft und wir reisen viel. Die Reisen statten uns mit jeder Menge kreativem Input aus.

JM: Na denn. Vielleicht sehen wir uns bei Eurer nächsten Reise. Danke für das Interview!



english version



JOINMUSIC: Sports are everywhere. Do you know what Mariah Carey said when her lip-synching performance on New York City’s New Year event failed?
KAKTUS: No.

JM: „I’m just trying to be a good sport here“.
KAKTUS: Aha – yeah I read about that performance.

JM: Yeah – it was disastrous. Unworthy of an artist of her scope.
KAKTUS: Yes.

JM: Did you ever do a lip-synching performance, one with full playback?
KAKTUS: No, but I think one of my favorite lip-synching performances is Stone Roses doing “Fools Gold” on Top of the Pops where everything used to be lip-synched. And Ian Brown is holding is mike somewhere and just “singing” brilliantly showing that he’s aware of how ridiculous all this is. And I think there’s another band that like changed instruments during the performance.

JM: Yeah I think that was Iron Maiden.
KAKTUS: Could be. If we had to lip-synch we would probably do it the same way.

JM: I’ve never been Iceland, hopefully I will some day. Until then I’ve to work with clichés. And one is that everybody in Iceland knows everybody. Has any Fufanu band member been in contact to the TV-reporter for the European championships in soccer?
KAKTUS: You mean the one that was yelling?

JM: Exactly.
KAKTUS: No, actually not. But I saw him. After the championship I started working out at the gym, a small kind of underground gym. And he was walking in when I was walking out. It was really funny and I was like: Yeah, I am in the right place.

JM: Coming back to you and your album “Sports”. Is soccer a favorite sport or is it more the athletics like in the video for the single?
KAKTUS: I think it varies. The only sport that I have ever been good at was Ice hockey. But I really enjoy watching the Olympics. More than soccer. In general I think we’re not into sports too much. That’s why we like the Olympics. It’s only once in four years.

JM: So that’s the right dose. So you’re not going for a jog, I guess?
KAKTUS: No, I don’t.

JM: I find this very sympathetic. I don’t jog either. I still had to ask because I’m very positive that some songs of “Sports” will end up in the “running” playlists of some of your listeners. And one of the reasons for them to be doing this could be, that “Sports” in average, is much faster than “Few More Days To Go”, your first album. It’s also rhythmically much more straightforward. How did that come about?
KAKTUS: That simply evolved. Probably it was mostly because we had played live so much. In concert we tend to play our songs faster. And then we sped it up even more. Also we were going deeper into the electronic corner. I guess it was a natural evolvement of the music, us playing live a lot, getting more energy out of them by playing faster and so we decided to write faster songs.

JM: That makes sense. You touched upon another very important subject – the change of the Fufanu sound. On “Sports” is less distorted guitar, more electronic sound sources involved, the bass being even more prominent then on the previous album. All in all: More Can, Kraut and Liquid Liquid and less Ministry and Revolting Cocks. Did your techno roots guide you to that sound?
KAKTUS: I think so, yes. I think it was just, that we grew up a lot. Most of “Few More Days To Go” was written in 2013. But the release came in 2015. So we finished that album way before it was released. In the meantime, we didn’t so much grow up but rather knew better what we wanted to do. “Few More Days To Go” was more of an experiment for us. You know, what will happen if we blend our electronics with that distorted guitar and our vocals. And after having done that we got a clear vision of what we could do with this special blend. That kind of explains the sound differences we just talked about. We knew better what we wanted to do. We were not experimenting anymore because now we know what will happen if we blend this with that.

JM: I guess that goes hand in hand with the difference in sound design which is another major difference between your two albums. “Sports” doesn’t exactly sound clean, but orderly, neat. Everything has and is in its place. Less noisiness, more refined sound.
KAKTUS: I do agree. If you just listen to Kraftwerk’s albums, they are so precise, it’s overwhelming. But I think the thing with the sound design might just have been instinct. We wanted to get a more focused sound-scape. Because of the importance of each element. Every single one can stand on its own feet. And can be strong for itself. There’s no need to overdose.

JM: You very much succeeded in that.
KAKTUS: Thank you, that’s really nice to hear.

JM: Although there are some residues of – let’s say – the old method. Especially at the end of “Sinking in” for example.
KAKTUS: Yes.

JM: Where the sound wall is build up with every sound brick being built on top of the other.
KAKTUS: Yeah – there are parts like that on the album. But I also think there is – in general – more thought behind it. More of a concept. Instead of just creating a massive sound wall this was really building something up. Crafting an explosion of three different synth-lines. There’s just more awareness of the material we had at our hands, when we were sculpting the sound.

JM: But you know what hasn’t changed in the Fufanu world?
KAKTUS: Please tell me.

JM: Both of your albums you introduced with single that were the longest songs on the respective record.
KAKTUS: Yes.

JM: Are/Were you aware of this or did it just happen?
KAKTUS: No, not at all. I just realized it when you said it. I hadn’t thought about it

JM: Which is a brave thing to do, regardless of the artistry involved. People need to take time to take it in. “Circus Life” was over seven, “Sports” is over six minutes long. That’s a bold move.
KAKTUS: Yeah, as you can see that is our sport, so to say. If we follow the rule the next long song will only be five minutes. And imagine our fifth album. That’s gonna be punk then.

JM: Funny. The lyrics of “Sports” do have nothing to do with physical fitness – do they?
KAKTUS: No. That was just the demo name for the instrumental. And it just sounded really sporty. So it was called “Sports”. And we didn’t change it, we just kept it. When the vocals were on it would’ve been really easy to call the track “Chocolate Brownie”. Maybe it was because we knew we wanted a really sporty video to go along with it.

JM: The video is extremely sporty. Except for the cigarette-smoking referee.
KAKTUS: Actually Gulli is just a next level athlete. He’s just way ahead of everyone. He’s in such a good shape that he can smoke.

JM: That’s called meta-sports. Just like Buster Martin. Speaking of cigarettes. In the “Bad Rockets” video you guys are partying at some venue, drinking, smoking, partying. Is there no smoke ban in Iceland?
KAKTUS: Well – this is just our studio.

JM: Wow – nice studio.
KAKTUS: Yeah. Thanks. It’s forbidden to smoke in public places. And I don’t smoke myself, which is good. But for the video we were hosting a party at our studio. And in order to keep everyone inside we had to allow them to smoke. Otherwise it would have taken forever. A lot of people smoke in Iceland.

JM: One of my favorites of “Sports” is “White Pebbles”. What’s it about?
KAKTUS: Ah – wait, I have to remember it. Because that is one of the tracks we’ve not been playing live.

JM: Oh.
KAKTUS: I’m trying to go through it. “White Pebbles” is about basically me looking back a bit. Back at times when I was maybe a little stupid. Being blind to love, maybe. You actually picked one of the most personal tracks of the album.

JM: Is that one of the reasons why you don’t play it live?
KAKTUS: No-no. We’ve done it. Twice. It just doesn’t fit to the rest of the live program.

JM: Who sings on “Just Me” – it sounds so different.
KAKTUS: Well, it’s me doing all the vocals. Gulli sings the chorus with me on “White Pebbles”, so he’s doubling here and there. But in “Just Me” it’s just me.

JM: Maybe this next question appears to be too intimate. If you think so, don’t answer it. Can you live off of Fufanu?
KAKTUS: Yes – we’ve been lucky enough that this has been the case. But we’ve also been really busy. I guess that was a reason why we made this decision to go at it professionally.

JM: Are you aware of that discussion between making music professionally and not having to depend on it for a living?
KAKTUS: That is what we are always facing. But I really wouldn’t know how to react to this. What you say is absolutely true. For us it was more that we needed the time. Instead of working two or three jobs with different hours and the need to get vacation whenever we go on tour. I think it’s maybe just different in Iceland. In order to tour just a little bit you need to get out of the country. And since you have to fly you try to make the most out of it. If we were in the UK we could do weekend tours and then after go back to our day jobs. Being from Iceland you don’t go abroad for a weekend. But of course we hope that this new album will do well.

JM: AS you just mentioned at the moment you guys are based in Iceland. Any plans to move somewhere else, to settle in cheap Berlin for example for creative input?
KAKTUS: There’s nothing like that in our plans. I think we all like it here. But we thought of going somewhere maybe just for a short period of time. I already did it. I moved to London to work and that was great. We travel a lot. That helps. We get a lot of creative power and input from traveling.

JM: Well, hope to see you soon then. Thank you for the interview.

Geboren in: Magdeburg - stop - Zuhause in: Berlin - stop - Sammelt vor allem: Kochbücher - stop - Spezialist für: Kachelfunk, Power-Pop & Ostblock-Big Bands - stop - Zitiert am liebsten: Mitch Hedberg - stop - Endziel: Nobelpreis für alle - stop -

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