„Willst Du mich heiraten?“ – Leif Vollebekk im Interview

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Das Interview mit dem kanadischen Singer Songwriter Leif Vollebekk anlässlich der Veröffentlichung seines inzwischen dritten Albums „Twin Solitude“ war ein Erlebnis. Ein Erweckungserlebnis. Kurz zuvor hatte der Autor eine Winz-Reportage über das Kollegen-Idol Everett True aka Jerry Thackray verdauen müssen, in dem dieses unkorrumpierbare musikjournalistische Urgestein seine Zunft und damit seinen raison d’etre in nur drei Zeilen zusammengefasst hatte: “Why aren’t these people my friends? – But that’s all [music criticism] is, isn’t it? ‘Why aren’t these people my friends?’ It comes down that one sentence. That’s all Lester Bangs is. That’s the secret to understanding Lester Bangs.” Und dann kommt da dieser zierliche Kanadier daher, begrüsst mich radebrechend auf Deutsch, zitiert Habermas und Husserl, reimt „Atlanta“ auf „Bandana“. Und schreibt auch sonst tätowierungswürdige Texte wie „Well nothing is a lie, babe if you know it ain’t true“ oder auch „Going to find another way to climb out of this basement / Going to find out what that smile on your face meant“.

„Why isn’t this guy my friend?“ stand als Frage also schon im Raum, als Leif Vollebekk noch dabei war, mich zum eigentlichen Interview-Raum zu begleiten. Als sich dann auch noch herausstellte, dass er genau den gleichen Song von…. Ach – am besten, Ihr lest selber.

JOINMUSIC: Weder Leif noch Vollebekk klingen besonders kanadisch.
LEIF VOLLEBEKK: Nein, Sir. Sorry. Sind sie auch nicht. Die Familie meines Vaters stammt aus Norwegen. Und mein Bruder heißt Mark. Weißt schon, der ältere Bruder halt. Ich glaube, mein Eltern haben sich gedacht: Na, lass ihn uns Mark nennen. Und als ich dann kam, haben sie wahrscheinlich gedacht – das war ja nun ein bisschen langweilig. Lass uns mal was Aufregendes machen. Also Leif (er spricht es Lief aus).

JM: Oh – so spricht man Deinen Namen in Kanada aus?
LV: Ja. Als ich meine Cousins in Norwegen besucht habe, sagten die alle Leif. Erstens finde ich, dass das viel besser klingt und außerdem glaube ich, dass das die richtige Aussprache ist. Und während meines Island-Aufenthaltes haben sie mich Läf gerufen. War auch in Ordnung.

JM: So – und jetzt mal zu was Wichtigem. Deinem neuen Album nämlich. Eigentlich wollte ich Dich zum Titel befragen, bis ich auf ein Interview mit Paste.com gestoßen bin, in der Du das auch gefragt wurdest. Deine Antwort war, dass das mit den 1990ern zutun hätte, angeblich einer Zeit, in der viele Alben sich selbst widersprechende Titel (Oxymora) getragen hätten. Mir fällt bloß keins ein.
LV: „Definitely Maybe“.

JM: Okay – das war eins.
LV: Also eigentlich war das ein Ding der kanadischen Alternativ Rock Szene.

JM: Aha.
LV: Wirklich. Da war das eine große Sache. Mir fällt jetzt bloß nichts ein, weil mein Hirn sich tot stellt. Es gibt aber welche. Versprochen. Aber um ehrlich zu sein: Das war eher so eine Witzantwort. Ich wollte in dem Moment nicht näher drauf eingehen. Es war ja eine Live-Session und diese Frau da kommt dann einfach mit einer solchen Frage um die Ecke. Und ich so: Whoa?!

JM: Ha – und das war nicht die einzige nicht ganz ernsthafte Antwort in dem Interview. Stimmt es trotzdem, dass Du Kate Bush erst spät in Deinem Leben für Dich entdeckt hast
LV: Das ist korrekt. Da war ich spät dran. Vor Jahren hat mir jemand mal was vorgespielt. Und ich fand das so lala. Ich wusste, dass es gut ist, aber kam nicht ran. Du weißt ja, wie das manchmal mit Musik ist. Sie ist gut, aber irgendwie stimmt noch was nicht. Als wäre das Fenster total beschlagen und eine Tür findest Du auch nicht. Und dann habe ich „Extras“ gesehen – kennst Du die Show – mit Ricky Gervais?

JM: Nee – ist das ein „The Office“ Nachfolger?
LV: Irgendwie schon. Er ist ein Extra, ein Statist, der es in Hollywood schaffen will. Er und seine Statisten-Freunde. Die wollen alle ganz groß rauskommen, als Statisten. In schrecklichen Kostümen. Und sie werden die ganze Zeit runtergeputzt. Aber sie haben die Eier, um zum Regisseur zu gehen und dem zu sagen: „Ich könnte doch hier und da noch was sagen oder tun“. Entlang des Spannungsbogens wird er dann tatsächlich berühmt und verkauft seine Seele, um in einer total miesen Komödie spielen zu dürfen, in der er die beschissenste Punchline ever als Text hat. Dafür hasst er sich zwar, aber die Aufmerksamkeit braucht er. Die Nebendarsteller sind auch großartig: Patrick Stewart spielt einen Perversling, dessen Drehbücher immer in einer Orgie enden. Daniel Radcliffe spielt auch mit – einen Sexsüchtigen. Die Show ist der Wahnsinn. Genau – und in der Show kam dann ein Kate Bush Song. Und war total überwältigt und hab sofort zu heulen angefangen.

JM: Wirklich jetzt? – Wen hast Du noch „spät“ kennengelernt?
LV: Prince.

JM: Oh
LV: Ja – zum Glück aber nicht zu spät.

JM: Ein bisschen pietätlos ist das. Aber lustig auch.
LV: Ja. Ich glaube, am Anfang habe ich seine Musik einfach nicht verstanden. Ab einem bestimmt Punkt aber war ich fällig. Zuletzt habe ich ihn live gesehen. Am 21. März 2016 – einen Monat vor seinem Tod. Er ist für ein Solo-Piano-Konzert nach Montreal gekommen. Und obwohl ich gerade am Aufnehmen war und Aufnehmen teuer ist und auch noch ein Schlagzeuger vorbeikommen sollte, habe ich gecheckt: Nee – Du musst zu dem Konzert. Wer weiß, wann ich dazu je wieder eine Chance bekomme. Also haben wir an dem Tag „Elegy“ aufgenommen und zwar genauso, wie ich mir das lange vorgestellt hatte. Und dann bin ich aus dem Studio, ab ins Taxi und hab das beste Konzert meines Lebens gesehen. Einen Monat später war er tot.

JM: Ein Solo-Piano-Konzert?
LV: (flüstert) Oh mein Gott, ja. Ich hab Bootlegs. Aber: pscht. Die sind soooo gut. Und viel besser als sein Auftritt aus dem Jahr davor. Er mit der ganzen Band gekommen, hat aber in der Konzertmitte zwei Stücke solo am Klavier gespielt. Und auf einmal wurde aus einem guten Konzert etwas Unglaubliches. Jedenfalls was mich betrifft. Und alles was ich wollte, war ein Konzert nur mit diesen Solo-Klavier-Interpretationen. Mein Wunsch wurde wahr – ich musste also hin. Prince Rhythmusgefühl ist einfach der Wahnsinn. Und das gesamte Montrealer Publikum hat den Back-Beat geklatscht. Dabei ist Montreal nicht für seine starken Back-Beat-Klatscher bekannt, weißt Du?

JM: Ich kann mir das glaube ich gut vorstellen.
LV: Da gibt es doch diesen Harry Connick Jr Clip von irgendeinem Konzert und das Publikum klatscht ausschließlich auf die 1 und die 3.

JM: Das ist in Deutschland ähnlich. Als würden alle gleich losmarschieren und Polka tanzen.
LV: Genau. Und was macht Harry Connick Jr? – Er fügt einfach einen Beat dazu und dreht damit die Klatscher auf 2 und 4. Und alle so: Wow. jetzt ist der Song ja noch zweimal besser und keiner kriegt sich mehr ein. Und Harry so: Stoß die Leute nicht vor den Kopf. Sag ihnen nicht, wie blöd sie sind. Und dass sie falsch liegen. Sind doch auch nur Menschen.

JM: Ja, der ist ein guter Typ. Jetzt aber mal wirklich zu Deinem Album “Twin Solitude”. “Elegy” war nicht nur das erste, das ich aus Deinem neuen Album gehört habe. Es war auch das erste Mal, dass ich einen Leif Vollebekk-Song überhaupt hörte. Und jetzt, nachdem ich mir auch Deine ersten beiden Alben angehört habe, muss ich sagen: Hätte ich die vorher gekannt, hätte mich möglicherweise nie dazu durchgerungen, Dein drittes anzuhören.
LV: Ähm – schön für Dich.

JM: Ich sage das nicht, um Dich zu beleidigen oder die Vorgänger-Alben mies zu machen. Sondern, um Dir zu “Twin Solitude” zu gratulieren. Weil ich hören kann, dass sich zwischen dem letzten Album und “Twin Solitude” eine Menge entwickelt haben muss: Statt Singer Songwriter Lagerfeuer Gitarre, hast Du viel mit Tasteninstrumenten experimentiert. Hatte das was mit dem Kompositions-Setup zu tun? Hast Du statt mir der Gitarre mit einem Klavier geschrieben?
LV: Absolut. Rund um die Zeit, als ich dabei war, mein zweites Album “North Americana” fertig zu stellen, hab ich mir ein Klavier zugelegt. Für eine ganze Weile habe ich mich dann ziemlich ausschließlich damit beschäftigt. Die Sache ist – eigentlich hasse ich die meisten Pianisten. Nicht persönlich. Aber die meisten haben einfach einen Stil, der mich abtörnt. Deswegen wollte ich ja so unbedingt Prince als Pianisten erleben. Üblicherweise klingt ein Klavier für mich immer irgendwie falsch, zu künstlich. Zu akkurat. Wenn ich dann doch mal einen Klavierspieler gefunden hatte, den ich mag, habe ich mir den dann volle Kante gegeben. Ich habe viel The Band gehört. Und Nicky Hopkins.

JM: Irgendwas sagt mir der Name. War der in nicht in einer Band?
LV: Nee, nicht wirklich. Er war ein Session-Spieler. Er hat für The Kinks, The Beatles und die Rolling Stones gespielt. Und er ist es auch, der auch John Lennons “Jealous Guy” Klavier spielt. So wie der Klavier spielt – Elton John macht das auch so, nur nicht so intensiv – klingt es immer, als würde er über die Tasten fliegen. Absolut frei. Sie spielen Akkorde und dann auch wieder nicht. Und sie sind gleichzeitig auf allen 88 Tasten. Immer. Ich bin auch ein großer Ray Charles Fan. Ich weiß, dass man das meinem Album nicht unbedingt anhört. Aber ich habe das Gefühl, dass es sein spezielles Timing war, dem ich mich nach und nach immer stärker angenähert habe. Zurück zur Frage: Ja, die meisten habe ich auf dem Klavier geschrieben, wenn nicht sogar fast alle. Die beiden einzigen Akustik-Klampfen-Songs auf „Twin Solitude“, sind in jeweils fünf Minuten entstanden. Und spielten so eine noch kleinere Rolle als eh.

JM: Aber genau das war es, was mich am Vergleich zwischen „Twin Solitude“ und den anderen beiden Alben so beeindruckt hat.
LV: Na, dann erstmal danke dafür.

JM: Was mich außerdem beeindruckt hat, ist der Groove auf „Twin Solitude“. Du bist nicht gerade berüchtigt für schnelle Songs. Aber selbst verhältnismäßig langsame Songs wie „Elegy“ oder „All Night Sedans“ sind absolute Kopfnicker-Garanten. Im Zusammenspiel mit Deinem hoch-rhythmisierten Gesangsstil – irgend etwas sehr eigenes zwischen singen, rappen und normal sprechen – hast Du Deinen ganz eigenen Stil auf „Twin Solitude“ perfektioniert.
LV: Willst Du mich heiraten?

JM: Da kommen wir später noch zu. Aber es gibt nur wenige Künstler, die mir da überhaupt als möglicher Vergleich einfallen. Als Kanadier kennst Du bestimmt Martha Wainwright?
LV: Mhmm.

JM: Und bei „All Night Sedans“ muss ich immer an Adam Duritz und die Counting Crows denken.
LV: Meine Güte – also, das war ja zu Schulzeiten. Ich meine – na sicher. Da ist bestimmt was hängen geblieben, wenn Du das hörst. Da waren so ein paar Counting Crows Wochen als ich 16 war.

JM: Was mich daran interessiert ist die Frage, ob Du Dich bewusst mit diesem Stil auseinandergesetzt hast? So wie Tom Waits ab seinem dritten Album gesagt hat, ich singe jetzt nicht mehr normal, ich röhre jetzt nur noch.
LV: Nein, absolut nicht. So gesehen ist es das erste Mal überhaupt, dass mich jemand darauf anspricht. Bei Flux habe ich aus Spaß gefragt: Hey, soll ich das Kendrick Lamar Cover jetzt wirklich spielen? Und die so: Auf jeden. In dem Moment habe ich realisiert, dass es hilfreich sein kann, viele verschiedene Arten von Musik zu hören. Ich weiß nicht. Über meinen Style habe ich nie wirklich darüber nachgedacht. Es war sicher keine bewusste Entscheidung so zu singen wie ich singe. Aber es war eine bewusste Entscheidung nicht so klingen zu wollen, wie andere. Ich habe irgendwann aufgehört, andere nachzuahmen. Immer, wenn ich was gehört habe, was mir gut gefallen hat, habe ich versucht das nachzumachen, auch um zu sehen, wie sich das anfühlt. Ich finde es höchst interessant, dass Du sagst, ich würde nicht allzu viel singen.

JM: Naja – es ist halt Dein Ding. Und nur Deins. Sehr gut wieder erkennbar. Ähnlich wie Dein Hang zu offensichtlichen, aber dennoch kaum verwendeten Reimen. Zum Beispiel „Bandana“ auf „Atlanta“.
LV: Dankeschön. Das ist eines von den Text-Beispielen, die sich – wie übrigens viele auf dem Album – kann ich sagen: automatisch geschrieben haben. Das ist auch ein Learning aus dem Entstehungsprozess des Albums. Vorher habe ich Dinge viel zu oft verschlimmbessert. Oh, die Zeile klingt zu lustig, lass ma klassischer machen. Ja, und irgendwann war dann „Elegy“ entstanden und die längste Zeit wollte ich ihn gar nicht aufnehmen, weil er sich angefühlt hat wie von einer anderen, fremden Person geschrieben. Und dann habe ich mir gedacht – naja, ich habe ihn schließlich geschrieben, dann wird es wohl doch meiner sein. Das hat ein bisschen gedauert. Ich mein: Wie dumm muss man sein, einen Song zu schreiben und sich dann zu fragen, wessen es sein soll?! In dem Sinne war „Elegy“ eine schwere Geburt. Ursprünglich war der Song auch viel schneller. Ein Adrenalin-Rausch eigentlich. Ich habe ihn meiner Freundin vorgespielt und sie hat sofort gefragt: Was ist das denn? Sie fragt sonst nie was ist das denn. Sie sagt sonst eigentlich immer, mach mal Dein Ding. Und ich so: Das ist mein neuer Song. Und sie so: Oh – den mag ich. Dann habe ich ihn verlangsamt und auf einmal passte eines zum anderen.

JM: Ich finde, dass „Elegy“ die perfekte Geschwindigkeit hat. Sonst hätte ich vielleicht eine andere großartige Zeile verpasst: Gonna find a way out of this basement, gonna find out what that smile on your face meant”.
LV: Die ist aber nicht von mir.

JM: Nicht von Dir?
LV: Nee – die habe ich geklaut. Das ist das Risiko, wenn Du…. Huch – da habe ich wohl Text von einem Third Eye Blind Lied („Loosing a whole year“) stibitzt.

JM: Ich werd’s niemandem verraten.
LV: Musst Du nicht. Aber schämen tu ich mich nicht. Ich hatte sogar eine Alternative: “Blablabla basement, gonna find a replacement.”

JM: Nicht ganz so gut.
LV: Nicht ganz so gut.

JM: Nicht ganz so gut – Du hast recht.
LV: Siehst Du. Und deswegen habe ich keine Problem damit, wenn Stephen Jenkins jetzt sauer auf mich ist.

JM: Wie sieht’s mit „Telluride“ aus – ist das ein Song über den Skiort in Colorado.
LV: Nein. Äh, ich meine, ja. Nach dem Ort ist der Song benannt.

JM: Okay.
LV: Ja – ich bin mit Gregory Alan Isakov auf Tour gewesen. Ich weiß nicht, ob Du ihn kennst, aber er ist so was wie ein ländlicher Leonard Cohen. Wunderschöne Texte. Großartige Stimme. Wie auch immer. Irgendwie endete das alles mit einem Konzert auf seiner derben Farm. Er hatte all diese mega sympathischen Coloradoer eingeladen und ich war schon ein wenig angeschlagen…

JM: Na sicher warst Du angeschlagen – Du warst in Colorado.
LV: Ja, genau, die dünne Luft da oben und so…. Ich hab da einfach so ein paar Gespräche überhört, sie einfach aufgesogen. Ein paar Leute erzählten, dass sie gerade aus Telluride wiedergekommen wären. Nicht, dass ich an dem Gespräch teilgenommen hätte. Ich saß da nur und hörte zu. Und die erzählen von einem Ort namens Telluride, von dem ich vorher noch nie was gehört hatte. Und allein der Name klang schon so magisch. Und da hat’s mich wohl getroffen. Ich hab das aber gar nicht gemerkt. Sondern nur gedacht, was für ein wunderbarer Name für einen Ort. Zwei Monate später bei mir zu Hause bin ich aufgewacht…

JM: Inzwischen nüchtern.
LV: Inzwischen nüchtern und hatte den Refrain im Kopf. Ich habe schnell fünf Strophen niedergeschrieben und nie wieder etwas an ihnen geändert. Fertig war der Song.

JM: Warum ist “Rest” acht Minuten lang?
LV: Den Song hatte ich als Piano-Ballade angedacht. Und meinen Freund Adam gebeten, dazu Saxophon zu spielen: “Mach mal bitte drei oder vier Takes, und sieh zu, dass es möglichst groß und voluminös klingt. Und außerdem habe ich die ganze Zeit an den Tom Waits Song “Anywhere I Lay My Head” denken müssen …

JM: Whoa – Stop. Eine Sekunde bitte. Kannst Du mal bitte schauen, was ich hier in meinen Notizen vermerkt habe? Das ist nicht wahr, oder. Siehst Du diese Frage hier: Warum erinnert mich “Rest” an Tom Waits’ “Anywhere I Lay My Head”?
LV: Hehe – sehe ich. Dass heißt, wie verstehen uns. Also sagte ich zu Adam: Ja, das Saxophon finde ich gut, aber irgendwas stört mich am Zusammenklang von Klavier und Saxophon. Und er so: Warum nimmst Du nicht mein Harmonium (Pumporgel)? Und ich so: Großartige Idee. Er hat die Orgel geholt, wie haben einen Live-Take gemacht, den allerersten überhaupt – “Rest” ist nicht so kompliziert – und haben ihn bis zum Ende durchgespielt. Während der Aufnahme dachte ich noch: Ist ja echt viel langsamer als mit Klavier. Und beim Abhören habe ich dann den Ingenieur gefragt: Und – wie lange ging das jetzt, vier, fünf Minuten? Und er so: Neun. Adam und ich haben uns angeschaut und gar nicht verstanden, was das gerade passiert war. Wir hatten jegliches Zeitgefühl verloren. Was großartig ist. Es hat mich auf die angenehmste Art und Weise beruhigt. Ich höre viel Sigur Ros. Und manchmal denke ich: Wenn die Typen keine Platten gemacht hätten, wüsste ich manchmal nicht wohin mit mir selbst. Musik von Sigur Ros bringt mich an einen anderen Ort. Ohne die hätte ich niemals ein achtminütiges Stück aufgenommen. Die Harfe brauchte der Song, weil sie ein Gegenwicht zur sonstigen Schwermut darstellt. Und was Tom Waits angeht – Radioheads “Kid A” ist eine meiner Alltime-Faves. Und ich erinnerte mich daran, dass sie auf dem letzten Song “Motion Picture Soundtrack” Harfe und Harmonium verwendet hatten. Und ich dachte nur so: och nö – ich will jetzt nicht auch noch von Thom Yorke klauen. Und dann wieder: Eigentlich ist es doch scheissegal. Und dann habe ich in einem Interview nachgelesen, dass sie sich bei “Motion Picture Soundtrack” aus Inspirationsgründen an Tom Waits “Anywhere I Lay My Head” orientiert hätten.

JM: Du verarschst mich.
LV: Vielleicht. Vielleicht aber auch nicht. Hehe.

JM: Zurück zu Dir. “Twin Solitude” ist dermaßen spärlich instrumentiert, dass es in sich zusammenfallen würde, nähme man irgendetwas weg – musikalische Effizienz auf ganz hohem Niveau. Gleichzeitig klingt die Platte nicht danach, als wären vielen Leute mit von der Partie gewesen. Aber alleine hast Du sie auch nicht aufgenommen – oder?
LV: Da war einmal der Bassist Shahzad Ismaily, ein Freund von Sam Amidon. Er spielt für Yoko Ono, Damien Rice und ich habe ihn mit Farka Touré gesehen, wo er im ganzen Konzert eigentlich nur eine Note spielte. Das Konzert stand unter keinem guten Stern, Gitarren-Feedback, nicht-funktionierende Mikrofone. Das Konzert hatte ein Problem. Shahzad hatte keines. Egal, war es gespielt hat, er war “in the Zone”. Und ich so: Das ist mein Bassist. Meine Songs bestehen aus vielleicht zwei Akkorden. Und mein Bassist muss glauben, dass jedes Mal, wenn er einen von beiden bedient und spielt, er eigentlich die Welt rettet. Ich ihn einfach gefragt. Er hat ja gesagt. Es waren also er, und zwei meiner Lieblings-Schlagzeuger. Natürlich nicht gleichzeitig. Wir haben alles live aufgenommen. Ich habe ihnen die Akkord-Struktur gezeigt und der jeweils erste Take ist auf dem Album.

JM: Sehr schön.
Außer “Elegy”, “Into The Ether” und “Vancouver Time” sind auf dem Album also nur First Takes. Bei den anderen dreien habe ich mich mit dem zweiten Schlagzeuger nochmal dran gemacht. Und dann auch den Bass eingespielt.

JM: Alter – wenn der Bass im Refrain von “Elegy” einsetzt – hört sich das so unglaublich gut an.
LV: Danke. Das bin ich, wie ich zum ersten Mal Bass mit genügend Selbstvertrauen spiele.

JM: Was für ein perfekter letzte Satz. Danke für das Interview.



english version



JOINMUSIC: Neither Leif nor Vollebekk sound very Montreal.
LV: No, Sir. I’m sorry. They’re not. My dad’s family is Norwegian. My brother’s name is Mark. You know, the older brother. I guess my parents were like, hmm, let’s call him Mark. And then with me, the second one, they went: Well, that was boring. Let’s blow up in the box. I think my dad was to name me in case I were a boy and my mum, if I had been a girl. I forget my woman name though. And it so it was Leif (he says Lief).

JM: Oh, is that how Canadians pronounce it?
LV: Yeah. But I visited Norway with my cousins. And there they say Leif (meaning Leif). And I think it just sounds so much better. And also I think it’s correct. And when I lived in Iceland for a little bit they called me Leif (Läf). And I thought that sounded good.

JM: So Montreal is in the French part of Canada, right?
LV: Very much so. It’s the biggest city in Quebec and it’s also the most multi-cultural. Meaning it has a big English population. Not huge. I feel like I should know the percentage. So I’ll just state: 15%.

JM: So much for your background. “Twin Solitude” is the name of your newest album and I wanted to ask you about the title until I found out that the people at Paste.com had already asked you this. And your answer was: Yeah, that goes back to the 90ies, where a lot of rock albums had titles that were oxymorons, self-contradicting expressions. Now I was trying to think of one…
LV: “Definitely Maybe”.

JM: Okay. That was one, though.
LV: You know, actually it was a thing in the alternative Canadian rock scene.

JM: I see.
LV: Yeah, that’s where it was big. But I can’t think of anything right now, because my brain is kind of dead. But I promise there are others. But to be perfectly honest: That was a really joky answer. Because I didn’t feel like getting into it. Because it was a live session, directly streamed to the internet and this girl comes on asking me this kind of question and I’m like: whoa?! You know, in an interview people go like: Oh man, this was way to long and they make it shorter.

JM: This was not the only funny answer during that interview. But is it true that you were pretty late on discovering Kate Bush?
LV: That is true. I was really late to the Kate Bush game. Someone played me something a couple of years ago. And I was like: I don’t know. Like I know it’s good, but… You know, sometimes with music, you know it’s good, but you can’t get in. Like the windows are all fogged up and you can’t even seem to find the door. And then I was watching Extras, you know, with Rick Gervais – oh my god, you don’t know that show?

JM: No HBO here. Is that like a follow up to “The Office”?
LV: Basically – yeah. He’s an extra, trying to make it in the movie biz. And it’s him and his extra friends, you know. And they all are trying to make it in the movie biz, wearing ridiculous costumes, being treated like shit. And then they got the guts to go up to the director, telling him: You know, I could use some extra lines. And the story arch is that he slowly becomes famous. And he sells his soul to be in this really shitty comedy. It’s like Faust. I mean, I haven’t read it, but it’s a deal with the devil. And of course he gets famous but only for saying the dumbest punch line ever. By that time he hates himself for that but he also wants the attention. And the guest stars are amazing: Patrick Stewart playing a pervert, whose every screenplay ends with everybody taking their clothes off for the final orgy. Daniel Ratcliffe’s in it and he’s like sex-crazed. It’s so good. Yeah – and then that Kate Bush song came on. And I was like “Oh my god” and immediately started balling.

JM: Really? – Whom else did you discover late?
LV: Prince.

JM: Oh.
LV: Yeah – not too late though…

JM: That’s kind of impious, but also funny.
LV: Yeah . at first I think I just did not understand. And then I was like: Oh my god, this is so heavy! Prince, for sure. I saw him last year on march 21st, one month before he died. And he showed up in Montreal to do this solo piano thing. And although I was recording at the same time and recording is expensive and I had a drummer come in, I realized I needed to dog out. Like I don’t know when I’m gonna be able to this again. So we did this song “Elegy” that day, got the take that I had been looking for the last I don’t know, ran out, got a cab straight to the show and then saw the best concert of my life. And then he died a month later.

JM: A solo piano performance?
LV: (whispering) Oh my god, yes. I got bootlegs. But: pscht. It’s so good. (in normal voice again): It was way better than when I saw him live the year before. He had the full band but then he came out for two solo performances on the piano halfway through the set. And the show all of a sudden became insane. For me at least and I thought all I want is a a whole show with just him and the piano. That’s all I want . And then I got my wish so then I had to go. His sense of rhythm is insane. The whole room was clapping the back beat and Montreal is not known for his heavy back beat, in the audience, you know.

JM: I can perfectly imagine.
LV: There’s this youtube clip of Harry Connick Jr playing somewhere in America and the crowd clapping on the ones and threes, absolutely dragging the music.

JM: It’s the same here in Germany, as if everybody only wants to march or polka.
LV: Exactly. So Harry Connick jr. just adds a beat, flipping it around and everyone goes: Wow, all of a sudden the song just got twice as good, people are losing their shit. And Harry’s like: Don’t bum off the crowd, don’t tell them they’re stupid, that they got it wrong, They are human beings.

JM: He’s a good one. Now finally coming to your album. “Twin Solitude“s first single was “Elegy”. And “Elegy” was the first thing I ever heard from you. And after having listened to your two previous albums, I have to admit that if I had known them before I probably wouldn’t have bothered listening to your third.
LV: Eh – great?!

JM: I’m saying this not to insult you on your former two records but to congratulate you on “Twin Solitude”, your new one, because I think there’s a major evolvement that must have taken place. Way less acoustic guitars providing for fewer stereotypes of a singer songwriter sitting by the fire. More key work, on different instruments such as the fender, piano and organ. Was that due to a new songwriting set-up? Composing songs with the piano instead of with a guitar?
LV: Totally. Around the time I was finishing up the second record “North Americana” I got a piano. And I went into it pretty deep for a little while. Ehm – the thing is, I actually hate most of the piano players. Not on a personal level. I really don’t like a lot styles of piano, hence that’s why I was so desperate to see Prince play. Because usually the piano has all those wrong sounds to me or like contrived. Too precise. So there was a period in which whenever I liked a piano player I went in deep. I listened a lot to the band, I listened a lot to Nicky Hopkins

JM: That rings a bell, wasn’t he part of some band?
LV: Not really. He was a session player. He played in the Kinks, the Beatles, The Rolling Stones. He’s the one that plays keyboards on John Lennon’s “Jealous Guy”. The way those guys play the piano – Elton John does, too, but not to much, though – it’s as if they were flying. Totally free. And they’re not playing chords and they are playing chords. And they just seem to play everywhere. All the time. I do that on my record. But this is so important. I’m a huge Ray Charles fans. And that fact might not come through my records, but I feel like his sense of time is one of those things that I really gravitated to. So yeah – I wrote most of the songs on the piano, if not almost all of them. The only truly acoustic songs on the records they just came up really quickly. They took like five minutes each. So the acoustic side got even more pushed to the side.

JM: That’s what intrigued me when comparing “Twin Solitude” to your two previous albums.
LV: Thank you, by the way.

JM: Another thing being groove. You’re not famous for really fast songs. But even though songs like “Elegy” or “All Night Sedans” are pretty slow songs, their groove is prone to Kopfnicking. Which is one of the things I specifically like about songs that are just not about rhythm and dancing to it and stuff. Even more important that instruments and groove is, well, not your voice, but the way you rhythmize your vocals. It’s something strange inbetween singing, rapping and just regularly talking. On “Twin Solitude” you’ve perfected your style.
LV: Now – will you marry me?

JM: We’ll get to that later. But there are only a few artist that I can think of in terms of comparing your individual of not singular approach. You know Martha Wainwright, as a Canadian?
LV: Mmhm.

JM: Also “All Night Sedans” really reminds of Adam Duritz of the Counting Crows.
LV: Oh my god. I mean – from High School. I mean – of course. I’m sure it’s in there somewhere when you hear it. This was all for a some week’s stretch when I was sixteen.

JM: What I wanna know is: Did you take on this style purposely? Just like Tom Waits did after he discovered how well he could growl?
LV: No – this is actually the first time anyone talks to me about that. At the Flux FM interview I was joking like So do you want me to do my Kendrick Lamar cover? And they were like: Sure. And then I did it. And I just realize: It helped to listen to all different kinds of music and musical styles. So yeah, I do the self auto-tune rap. I don’t know. I never think about it. It wasn’t a conscious decision to sing like that but it was a conscious decision to not want to sound as so many others. I stopped channeling other singers like I did before. Like when I hear something I liked I used to go: Oh, maybe I should try and get into that zone. I feel like it’s very interesting and exciting that you think I’m not singing too much.

JM: Well, it’s your thing. And only yours. Very recognizable. And along with this comes your knack for seemingly obvious but unchampioned rhyming: “Bandana” with “Atlanta”.
LV: thank you. That was one of those word things, like most of the songs on the album, that I wrote – can I say – automatically. And after having noticed that in a lot of cases when I thought I would make things better, I actually made them worse. Like in the past I would’ve thought: Oh, that line is funny. Let’s make it a classic line. And then this song came out and I remember thinking – for the longest time I wasn’t even gonna recorded it because it sounded like somebody else’s song but I didn’t know who and then I was like, well, I wrote it, it’s probably mine. But it took me a while to realize that it was me, you know. I mean how dumb do you have to be to write a song a wonder who’s it is?! “Elegy” was one of the hardest ones to get. Because it was much faster, when I wrote it. Basically some sort of adrenaline rush. So I played it for my then girlfriend and she asked: What is that? She usually never went “what is that?” She usually was like do your thing. And I went, yeah it’s this new thing and she goes: oh – I like that one. So then I slowed it down and everything else just fit better.

JM: I think the tempo suits the track just perfectly. Otherwise I might have missed out on another awesome rhyme: “Gonna find a way out of this basement, gonna find out what that smile on your face meant”.
LV: That’s not mine though.

JM: It isn’t?
LV: No, I fucking stole it. That’s the risk that you take when your…. Oops, looks like I stole a lyric from Third Eye Blind.

JM: I’m not gonna tell anybody.
LV: You don’t have to. But I’m not ashamed. I think I even had an alternate rhyme for that. It was: bla bla bla basement, gonna find a replacement.

JM: Not as good.
LV: Not as good.

JM: Not as good, you’re right.
LV: See, and that’s why I’m like: You can get mad at me, Stephan Jenkins, you can get mad at me.

JM: What about “Telluride”? Is that song about that place in Colorado?
LV: No. I mean, Yes, that’s the place it’s named after.

JM: Okay.
LV: Yeah. I was on tour with that guy named Gregory Alan Isakov – I don’t know if you know him but he’s more like a pastoral Leonard Cohen. Beautiful lyrics. Great voice. Anyhow. I ended up doing a house show at his farm, a really nice place. And he invited all these wonderful Colorado people and after the show I was a bit hammered…

JM: You were in Colorado, of ourse you were hammered…
LV: hehe – the air is thin and stuff – yeah, sort of. I was listening to a bunch of people talking, just taking it all in. This group of people, one girl, they were talking about just having come back form Telluride. I wasn’t part of the conversation, I was standing there, listening. Just listening. And they were talking about Telluride and I had never heard that name before. And also it sounded so beautiful. And I guess that’s why it just hit me. I didn’t think much of it. I was just like That’s a beautiful name for a place. And two months later, when I was home again, I woke up,

JM: Sober again…
LV: Sober again, and got up and had the chorus in my head, very clear. And then I started writing five verses down and ended up not changing a word. And then the song was done.

JM: Why is “Rest” eight minutes long?
LV: So, I wrote the song on the piano, as a piano ballad. And I asked my friend Adam to come over and play saxophone and I told him: I want you to do like three or four saxophone takes on that one, just make it sound sort of big. And I was kind of thinking about “Anywhere I Lay My Head” – that Tom Waits song…

JM: …Whoa. Wait a second, please, Can you please read off of my notes here? This is not true, is it? Can you see that I wrote down “Why does the song remind me of Tom Waits’ “Anywhere I Lay May Head”.
LV: Yes, I do. Hehe. Okay. That means we’re good. So, I was like; I like the saxophone on that but I don’t want it to sound like that. Cause I just like how they’re blending. And he went: Why don’t you use my pump organ instead of the piano, that would blend so much better. I was like great, let’s do it. And so we did a live take, for the first time ever, because it’s not very complicated, so we played it all the way through, and at one point during the recording I realized Oh ,that’s much slower than the piano version, and then we went to re-listen and I asked the engineer, Well – how long was that, 4 maybe 5 minutes? – And he’s like: Nine?!. And Adam and I were like; Whoah, what happened, When exactly did that happen? We lost all sense of time. Which is awesome. It chilled me out in the best way possible. I listen to Sigur Ros a lot. Sometimes I’m just like: If these guys hadn’t made records, I wouldn’t have this place to go to when I’m like I need to get somewhere else. And they take you there. Without them , I don’t think I would have gone for an eight minuter. And then I had harp on it, just because I needed that little lift. And about the Tom Waits thing. I love Radiohead’s “Kid A”, like a lot. And I remembered that they had harp and pump organ on the last track. And was like Oh, I don’t wanna steal that from Thom Yorke. And then I was like. What am I talking about, Who gives a shit. And then I looked it up and apparently in one interview they said they were listening to the very same song for inspiration, Tom Waits “Anywhere I Lay My Head”.

JM: You’re shitting me.
LV: Maybe. Maybe not. Hehe.

JM: From Tom Waits back to you. “Twin Solitude” is scarce to a point, where if take out one more element, things will fall apart. Which is musical efficiency at its best. At the same time it sounds like not a lot of people were involved. But you did not record it just by yourself.
LV: It was the bass player, Shahzad Ismaily, a friend of Sam Amidons, and he plays with Yoko Ono, Damien Rice and I saw him play with Farka touré and he was basically playing one note throughout the whole show. And this show was kind of a train wreck, guitar issues, mics that weren’t working – I don’t want to get into it – let’s just say the show had problems. But Shahzad did not. And no matter how many notes he played, when he played he was in the zone. And I went :That’s the bass player for my chords. My songs have like two chords and my bass player needs to believe that everytime he hits that one chord that it’s the most important thing. And so I asked him and he was like, yeah, sure I will do it. So it was him, playing bass, and these two drummers that I love. Not at the same time though. And we did everything live. I told them what the chords were and the first time we played was the take on the record

JM: Nice.
LV: So it’s all first takes aside from “Elegy”, “Either inn” and ”Vancouver time”. To those I had to come back and I did them with just me and the drummer. And then I added the bass.

JM: When the bass starts to unfold in “Elegy” just because it does so rarely – that is unbelievably awesome.
LV: Thank you. That is me playing bass for the first time with confidence.

JM: Which is a wonderful last sentence. Thank you for the interview.  

Photo Credit: Joseph Yarmush

Geboren in: Magdeburg - stop - Zuhause in: Berlin - stop - Sammelt vor allem: Kochbücher - stop - Spezialist für: Kachelfunk, Power-Pop & Ostblock-Big Bands - stop - Zitiert am liebsten: Mitch Hedberg - stop - Endziel: Nobelpreis für alle - stop -

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