„Wir können einfach machen, was wir lieben“ – Little Comets im Interview

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„Hope Is Just A State Of Mind“ ist nicht nur das mittlerweile dritte Album von Little Comets, sondern auch ein Album, das komplett im Alleingang geschrieben, aufgenommen, produziert und veröffentlicht wurde. Davor können wir nur den Hut ziehen. Wie viel Arbeit das wirklich war und was genau es mit der Thematik in einigen Songs auf sich hat, das verriet uns Rob im Interview. 

English version below

JOINMUSIC: Wie fühlt sich das für Euch an, dass die Radiosender in Großbritannien so positiv auf Eure Songs reagieren? Also, Eure Band ist ja eher ein Indie-Thema, aber dennoch sehr erfolgreich – was ja eigentlich gar kein Gegensatz sein sollte. Ist das dennoch eine Art Anerkennung für das, was Ihr tut?

Rob: Ich finde, das ist ein ganz wunderbares Gefühl wenn unsere Musik im Radio läuft – von Anfang an haben wir dieses magische Gefühl, wenn es passiert, nicht verloren. Trotzdem habe ich das Gefühl, dass es in Großbritannien eine Menge großartiger, tiefgründiger Musik gibt – vor allem lyrisch – die einfach nicht gespielt wird bei den großen Radiosendern. Ich glaube, dass die Manager und Macher der Sender oft die Wünsche Ihrer Hörer unterschätzen, Musik zu hören, die sie auch herausfordert, sowohl melodisch als auch der Thematik wegen. Meistens ist die Musik, die gespielt wird, ja ganz schön stumpf.

JM: Obwohl es Euch freut, hat man nicht das Gefühl, dass Ihr wirklich nach dieser Anerkennung sucht, oder dass es Euch extrem wichtig ist, dass die Leute Eure Musik hoch loben, denn die meisten Eurer Songs sind ja sehr ungewöhnlich und ich denke, dass da immer die Gefahr besteht, dass die Leute da draußen die Musik gar nicht unbedingt verstehen, oder? Also scheint es Euch wichtiger, das zu tun, was Ihr tun wollt, richtig?

Rob: Jetzt, da wir ja schon unser drittes Album veröffentlicht haben, denke ich, dass wir auch als Songwriter ein bisschen gewachsen sind – wir wissen, was wir können und was wir gerne machen würden und wir lieben das Handwerk des Songwritings wirklich sehr. Außerdem mag ich es, Musik über Dinge zu schreiben, die mich bewegen (vor allem, seit Mickey und ich Eltern geworden sind: unsere Wahrnehmung der Welt hat sich verändert). Ich habe große Schwierigkeiten, mich in Unterhaltungen angemessen auszudrücken, weil ich oft zu leidenschaftlich bin, aber bei den Songs ist es so, dass es da einen gewissen Rahmen gibt, in den ich meine Ansichten packen, und das hilft wirklich sehr. Ich glaube, dass die kathartische Natur des Songschreibens sehr wichtig für uns geworden ist.

Zudem fühlen wir niemals den Druck einen bestimmten Song schreiben zu müssen – wir müssen nicht unbedingt Hits schreiben, keine bestimmten Inhalte thematisieren, keinen bestimmte Gewinn für ein Label erzielen, wir können einfach machen, was wir lieben. Außerdem haben wir einen großen Respekt gegenüber der Loyalität und Ehrlichkeit der Leute, die sich unsere Musik anhören. Sie sind nicht durch bestimmte Sichtweisen beeinflusst und ihnen wurde auch nicht erzählt, was sie mögen müssen. Und ich glaube das gibt uns die größte Selbstsicherheit – wenn sie einen Song mögen, dann mögen sie ihn, weil sie ihn mögen. Und auch das Gegenteil stimmt, wenn sie unsere Musik nicht mögen, dann ist das auch ok für uns. Und so ist es so, wie  es sein soll. Selbst wenn nur meine Mama und mein Papa unsere Musik kaufen würden, dann würden wir noch immer Musik machen, weil wir es einfach so sehr genießen, Songs zu schreiben.

JM: Ihr schreibt Eure Songs ja selbst, Ihr nehmt sie selbst auf, produziert sie, veröffentlicht sie… Mal ehrlich, wie viel Arbeit ist das?

Rob: Das ist eine Menge Arbeit, aber ich denke, dass das ein ganz wichtiger Teil unseres Schreibprozesses geworden ist. Als wir begannen, da haben wir ja auch alles selbst gemacht, weil wir es mussten – wir haben lieber gelernt es selbst zu machen, anstatt Geld, das wir nicht hatten, dafür zu bezahlen, dass anderes es machten. Und irgendwann waren diese Aufgaben wie angehaftet an uns, sodass wir sie auch nicht wieder entfernen konnten – vor allem die Produktion und die Aufnahme, die sind wie die Gliedmaße für unsere Songs. Wenn wir mal bei der Struktur hängenbleiben, dann arbeiten wir an der Klanglandschaft und andersherum. Das ist eine Herausforderung, die manchmal auch kontraproduktiv ist – zum Beispiel, weil wir niemals wissen, ob etwas wirklich fertig ist – aber so machen wir das halt.
Unsere eigene Musik auch noch zu veröffentlichen war sehr schwierig, aber nur zeitlich gesehen, der eigentliche Prozess ist ja relativ simpel, was wir echt begrüßen. Manchmal sind wir echt den ganzen Tag im Studio und kommen nirgendwo anders hin, aber dadurch, dass wir auch die Veröffentlichung organisiert haben, konnten wir am Ende des Tages doch sehen, was wir erreicht haben. Das war sehr erfreulich. Und wir bekamen sehr viel Hilfe von Leuten wir Steve und Peter.

JM: Und wie ist es, sein eigenes Label zu haben?

Rob: Wie schon gesagt, dass kann auch mal sehr anstrengend sein, aber es ist echt schön, dass wir Vier, die wir die gleiche Leidenschaft für Musik haben und Dinge in der gleichen Art und Weise erledigen, das Label führen – das ist eine ehrliche Darstellung unserer Charaktere. Das einzige Problem ist, dass wir alle sehr unterschiedliche Musikgeschmäcker haben. Das macht die Entscheidung, was wir veröffentlichen, auf jeden Fall schwieriger :)

JM: Im deutschen Infotext steht, dass Ihr mit Eurem Album den Spagat zwischen ehrlicher Kunst und Mainstreampop schafft. Stimmt Ihr dem zu? Und seht Ihr Euch selbst genau in der Mitte, oder eher Richtung Pop oder Kunst?

Rob: Ich glaube diesen Spagat schaffen wir nur aus Versehen. Wir sind schon Musiker, die gerne fröhliche Musik schreiben, und da die Musik zuerst kommt, klingt alles immer ein bisschen poppig – das ist wirklich nicht zu schwierig – wohingegen die Texte sehr oft sehr dunkel und textlich abstrakt sind. Und ich glaube das ist es, was diesen Spagat schafft, wenn das jetzt Sinn macht.

JM: Da wir grade über Kunst sprechen, interessiert Ihr Euch für eine spezielle Form der Kunst, z.B. Bilder oder Filme?

Rob: Nicht wirklich, wir sind ja oft viel zu beschäftigt, entweder mit der Musik oder mit unseren kleinen Familien. Und so ist eine andere Form der Kunst ein einmonatlicher Luxus haha.  

JM: Das ist ja schon sehr auffällig, dass alle Eure Songs irgendwie autobiographisch sind, oder? Ist das so, weil Ihr in Euren Songs Eure Meinungen zu bestimmten Themen äußern könnt? Und weil es vielleicht auch einfacher ist über solche Dinge zu schreiben, als über ausgedachte Geschichten?

Rob: Ich denke, dass wir versuchen unsere Köpfe mit Dingen zu füllen, die uns wichtig sind, dass wir uns für bestimmte Geschichten oder Erfahrungen interessieren, die uns etwas fühlen lassen. Wenn wir schreiben, dann ist es uns sehr wichtig, einfach zu schreiben und den Dingen ihren Lauf zu lassen – es stellt sich oft heraus, dass das die Kraft hinter jeglichem Gefühl, das ist, was am Ende den Inhalt ausmacht.

JM: Macht Ihr denn auch noch was anderes, um bestimmte Situationen, über die Ihr in Euren Songs sprecht, zu verändern? Seid Ihr zum Beispiel politisch aktiv, oder so?

Rob: Ich glaube, keine von uns hat dieses Selbstvertrauen, hinter der Musik hervorzukommen und mich über bestimmte Themen zu äußern, dafür fühle ich mich nicht intelligent genug bei diesen unerbittlichen Debatten. Aber in der Zukunft wäre das vielleicht mal eine schöne Sache.

JM: Und der Song „Wherewithal“ – inwieweit ist der autobiographisch, wenn Ihr da überhaupt drüber sprechen wollt? Da geht es ja um häusliche Gewalt, auf jeden Fall kein einfaches Thema. Genau wie bei „Salt“, in dem es um Kindesmissbrauch geht.

Rob: Beide Songs sind über bestimmte Geschichten und Fälle, die wir gelesen haben – in „Wherewithal“ geht es um Maria Stubbings, die von ihrem misshandelnden Partner ermordet wurde, aber von der Polizei nicht beachtet wurde. Und in „Salt“ geht es um den kleinen Jungen namens Daniel Pelka, der für die Gesellschaft wie unsichtbar war, obwohl er sehr lange missbraucht und am Ende sogar getötet wurde.

JM: In „Formula“ geht es um Eure Bandgeschichte, oder? Warum wolltet Ihr darüber singen?

Rob: Wir sind für gewöhnlich definitiv keine zurückblickenden Leute, darum war es nett, dann doch mal zurückzuschauen und alles in einem Song zusammenzufassen. Wir haben uns persönlich sehr verändert seit wir die Band gegründet haben und es schien uns eine gute Zeit zu sein, um darüber einen Song zu schreiben – wir hatten keinen Manager, keinen Verlag, keine Plattenfirma das erste Mal nach einer langen Zeit, obwohl wir zu Anfang noch dachten, dass all das eine „wahre Band“ definiert. Ironischerweise haben wir uns noch nie so nicht angeleint gefühlt wie als wir „Hope Is Just A State Of Mind“ schrieben und ich glaube dieser Song war unsere kleine Ausgrabung unserer Selbst als wir 20 Jahre alt waren.  

JM: Und der Song „The Blur, the Line & the Thickest of Onions“ – ein großartiger Titel und ein großartiger Song, sehr vielfältig. Wie kam es zu diesem Song?

Rob: Manchmal bin ich echt ganz schön frustriert, wenn die Leute in den Radiosendern Songs spielen, die wirklich sehr sexistisch und textlich so herablassend sind. Entweder interessiert sie das nicht oder sie achten gar nicht drauf – egal, was der Grund ist, beides ist eine total frustrierende Angelegenheit. Und dieser Song ist wahrscheinlich mein Gejammer darüber.

JM: Auf Tour seid Ihr doch mehr Musiker als bloß Ihr Drei, oder? Wie kam denn die ganze Band zustande? Und haben diese Musiker auch das Album mit Euch aufgenommen?

Rob: Wir fingen an mit Nathan und Matt Anfang des Sommers zu spielen und das war eine Idee, die wir ein bisschen ausprobieren wollten. Ich denke, dass Nathans Schlagzeugspiel sehr gut zu unserer Musik passt, weil er sehr zugänglich ist in seiner Beziehung zum Beat, er weiß, wo er zu sein hat. Und Matt ist ein Musiker, mit dem wir schon seit Jahren zusammenarbeiteten wollten und jetzt hat es sich endlich ergeben. Gesanglich steuert er eine Menge bei und instrumental erlaubt er uns, jeden Sound zu kreieren, den wir brauchen. Keiner der beiden spielte auf dem dritten Album, aber ich hoffe, dass das fürs nächste Album gilt und sie einen großen Teil spielen werden.

JM: Ich bin über Euren Blog gestolpert und fand ihn sehr interessant. Ich meine, viele Bands versuchen zum Beispiel durch Facebook mit ihren Fans in Kontakt zu bleiben, weil man da ja auch Dinge teilen kann, aber ich finde Euren Blog sehr persönlich und er gibt viele Einblicke. Dort habe ich auch von „Michael’s garage“ – habt Ihr da auch das Album aufgenommen, oder da geschrieben, oder habt Ihr Euch da einfach zum Musikmachen getroffen?

Rob: Mickey ist ja mein Bruder und er hat seine Garage so umfunktioniert, dass da jetzt ein kleines Studio drin ist, sodass wir eine Menge der Musik dort schreiben und aufnehmen können. Das ist sehr schön und gemütlich dort im Winter, aber im Sommer ist das echt ein Albtraum. Manchmal sind wir dort sehr produktiv, aber manchmal fühlt es sich auch total wie eine Garage an. Ellie, seine Partnerin, ist wahrscheinlich nur erleichtert, den Lärm (und die Streitereien) aus dem Haus zu haben.

JM: Euer aktuelles Video „Don’t Fool Yourself“ zeigt Euch, wie Ihr auf einem Festival spielt. Aber der Text bezieht sich nicht wirklich auf das Video, oder?

Rob: Nein. Ich glaube, wir hatten so eine großartige Zeit auf diesen beiden Festivals in Reading und Leeds, dass wir das auch in einem kleinen Video festhalten wollten. Und der nächste Song, den wir veröffentlichen wollten, war „Don’t Fool Yourself“, also haben wir beides kombiniert.

JM: Und schon Pläne für Festivals oder eine Tour im nächsten Jahr?

Rob: Hoffentlich werden wir in 2016 zurück sein in Europa nachdem wir in Großbritannien auf Tour waren. Wir lieben es, auf Festivals zu spielen, also Daumendrücken, sodass wir im nächsten Sommer einen vollen Kalender haben.

JM: Vielen Dank für Eure Antworten!

Rob: Kein Problem.

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JOINMUSIC: How do you feel about the fact that the major radio stations in Great Britain react so positively on your songs? I mean your band is rather an indie topic but still you’re that successful – which shouldn’t actually be a contrast. Is this a kind of acknowledgement for what you’re doing?

Rob: I think that it is a lovely feeling whenever our music is played on the radio – from the first time we haven’t lost that magic when it happens. However, I feel that there is a lot of great, deep music in the UK – especially lyrically – that simply is not represented on major radio stations. I feel that station managers and producers often underestimate the desire of the audience for music that challenges, whereas both melodically and content wise most music played on national radio is pretty dull.

JM: However, it doesn’t really seem that you’re really searching for such an acknowledgement or that it is highly important for you that the people „praise“ your music because all of your songs are quite unusual and there could be a risk that the people out there don’t even understand them, right? So it seems more important that you can do what you want to do, is this right?

Rob: Now that we are on a third album I think we have grown up a bit as songwriters – we know what we can do and what we like to do and we have a real love for the craft of songwriting. On top of this I like to write music about things that effect me (especially since me and Mickey have become parents: our perception of the world has changed). I have great difficulty in expressing myself adequately in conversation as passion often gets in the way of my point but with songs the fact that I have a specific framework in which to fit a viewpoint really helps. I think the cathartic nature of songwriting has become more important for us.
On top of this we don’t feel any pressure to write a specific song – we have no hits to live up to, no expectations of content, no profit margins to hit for a label, we can just do what we like. Moreover we have great respect for the loyalty and honesty of people who listen to our music. They aren’t influenced by perception or being told to like something. I think this gives us the greatest confidence – if they like a song they like it because they LIKE it. The opposite is true if they don’t like our music, but we are fine with that. It is the way it should be. Plus, even if only my mam and dad bought our music we’d still do it, because we just enjoy writing songs.

JM: You write your songs on your own, you record them, produce them, release them… Honestly, how much work is this for you?

Rob: It is a lot of work but I think it is something that has become a crucial part of the writing process. When we first started out we would do everything ourselves out of necessity – we’d rather learn how to do something instead of paying money we couldn’t afford to get someone else to do it. Along the way it has become selotaped to us with so many rolls that it is not removable – the production and recording especially is like another limb of the song. If we get stuck with structure we can work on soundscape and vice versa, it is a challenge and must sometimes be counter-productive – for example we NEVER know if something is finished or not – but it is just how we do it.
Releasing our own music was quite hard but only in the sense of time, the actual process had a simplicity to it that we really appreciated. Sometimes we could be in a studio all day and get nowhere but at least with managing a release we could see what we had done at the end of a day, so it was gratifying plus we had a lot of help from people like Steve and Peter.

JM: And how is it, having an own record company?

Rob: Again, it can be stressful at times but it is nice that the four of us who run it all have a similar passion for music and we like things done in a similar way – it is an honest representation of our characters. The only problem is that we all have quite different musical tastes so choosing what to release can be quite tough :) 

JM: The German info text about your album says that you manage the balancing act between honest art and mainstream pop. Do you agree? And do you see yourself in the middle or rather related towards pop or towards art?

Rob: I think we only manage it by accident. We are quite upbeat musicians and because the music is written first it always sound quite poppy – it really isn’t too complicated – whereas the lyrics are often quite dark and linguistically abstract from time to time, so I suppose it is that which creates the balance if that makes sense.

JM: Speaking about art, are you interested in any specific kind of art? Be it paintings or movies…

Rob: Not so much, we are often so busy with either music or our little families that taking in anything else is a once in a month luxury haha.

JM: It’s pretty obvious that your songs are all somehow autobiographic, right? Is it because this is the way you can express your opinion on certain topics? And it’s easier for you to write about such things instead of fictional stories?    

I think we try to fill our heads with things that we care about, taking interest in conversations or stories or experiences that make us feel. When we write it is quite important to us to just write and let things pour out – it often tends to be the power of whatever feeling that has remained from one of the above that forms the content.

JM: Do you do anything else to change the situations you’re talking about in your songs? Are you politically active for instance?

Rob: I don’t think any of us have the confidence to step out from behind our music and speak on an issue, I don’t feel intelligent enough to cope with the rigours of debate. Maybe in the future it would be a nice thing to do.

JM: And the song „Wherewithal“ – in how far is this one autobiographic if you even want to talk about this? It’s about domestic violence, definitively not an easy topic. And the same goes for „Salt“.

Rob: The songs are both about specific stories and cases that we read about – „Wherewithal“ is about Maria Stubbings who was murdered by an abusive partner but seriously let down by the police, and „Salt“ is about a little boy called Daniel Pelka was invisible to society despite being abused and ultimately killed over a long period of time. 

JM: In „Formula“ you sing about your own band history, right? Why did you want to sing about it?

Rob: We definitely aren’t retrospective people most of the time so it was nice to look back and summarise things in a song. We have changed a lot as people since starting a band together and it seemed like a nice time to write that song – we had no manager, publisher or record label for the first time in an age, despite this being everything that we thought defined a „proper band“ when we first started. Ironically we’d never felt more off the leash than when writing „Hope is Just a State of Mind“ and I think this song was our little dig at ourselves when we were 20.

JM: And the song „The Blur, the Line & the Thickest of Onions“ – great title and a great song, very eclectic. How did you come up with this? 

Rob: I sometimes get really despondent that people at radio stations seem to play songs that have extremely sexist or patronizing lyrical content. They either don’t care about words or don’t listen to them – either way it is a very depressing state of affairs. This song is probably my moan at that.

JM: On tour you have more musicians than just the three of you, don’t you? How did the whole band come together? And did these musicians also record the album together with you?

Rob: We started playing with Nathan and Matt at the start of summer and it is an idea that we wanted to try for a while. I think Nathan’s drumming suits as our music very well as he is very responsive as to where he needs to be in relation to the beat (if that makes sense), Matt is a musician that we have wanted to work with for years and so the timing finally became right. He adds a lot vocally and instrumentally allows us to create every sound that we need. Neither were on the third album but both will hopefully play a big part on the upcoming recordings.

JM: I stumbled upon your blog and found that one really interesting. I mean a lot of bands try to stay in contact with their fans via Facebook for example, which also gives the opportunity to share stuff, but I consider your blog as very personal with a lot of insights. There I read something about „Michael’s garage“ – is this the place where you recorded the album, or wrote it, or do you there maybe just come together for making music together?

Rob: Mickey is my brother and he has converted his garage into a little studio so that we write and record a lot of the music in there. It is lovely and cosy in the winter but is a nightmare in the summer. Sometimes it is very productive but other times it feels very much like a garage. Ellie his partner is probably just pleased to have the noise (and arguments) out of the house.

JM: Your latest video „Don’t Fool Yourself“ shows you playing on a festival. But the lyrics aren’t really related to the video, are they?

Rob: No they aren’t. I think we had such a lovely time playing those two festivals at Reading and Leeds that we wanted to capture it in a little video. The next song we were due to release was Don’t Fool Yourself so we thought we’d combine the two.

JM: Any plans already for festivals and touring within the next year?

Hopefully we will back to mainland Europe in 2016 after we have toured the UK. Again, we love playing festivals so fingers crossed we will have a full diary in the summer.

JM: Thanks a lot for your answers!

Rob: No bother! 

Entdeckte Musik durch ihre Oma, die mit ihr Kinderlieder am Telefon sang. Damals, irgendwo zwischen Ruhrgebiet und Niederrhein. Dann für's musikorientierte Studium in die Niederlande und nach Finnland. Derzeit wohnhaft in Hamburg. Und die Liebe zur Musik nicht verloren.

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