„Wir sind da manchmal echt voll der Kindergarten!“ – Wolfman im Interview

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Würde es ein Wort für schweizerisch-bulgarisch-italienische Mega-Sympathie geben, es wäre wohl das Wort „Wolfman“. Denn hinter Wolfman steckt das in Zürich ansässige Duo Wolfman bestehend aus der Bulgarin Katerina und Angelo mit italienischen Wurzeln, das wir kürzlich treffen durften, um einen großartigen Plausch abzuhalten. Wie Ihr hier selbst nachlesen könnt:

JOINMUSIC: Los geht’s. Hier habt ja letzte Woche Euer bereits zweites Album rausgebracht, „Modern Age“, wie kam es denn überhaupt dazu, dass Ihr Euch als Band gefunden und dann zusammen Musik gemacht habt?
Angelo: Das war eigentlich ein Zufall. Wir sind beide in denselben Block gezogen und wohnten dann auch auf demselben Stock und dann haben wir, mehr so aus Langeweile, mal so ein bisschen rumgejammt. Und dann hat das einfach geklickt irgendwie.
Katerina: Ja, voll.
Angelo: Also musikalisch gesehen war das echt Liebe auf den ersten Blick.
Katerina: Das war echt witzig. Damals war ich immer heiser und dann hat er mir gesagt, ey, du hast so eine Whiskey-Stimme, wie eine Hafenhure, wir müssen echt unbedingt mal was zusammen machen. Und dann haben wir aus Spaß mal einen Song zusammen aufgenommen und dann aber irgendwie fast ein Jahr gar nichts mehr gemacht. Aber dann von heute auf morgen wieder voll.

JOINMUSIC: Wie fühlt es sich denn jetzt an, endlich das Album herausgebracht zu haben? Ihr habt ja auch wahrscheinlich recht lange dran gearbeitet. Und jetzt könnt Ihr das Album in den Händen halten und den Leuten live präsentieren. Was ist das für ein Gefühl?
Katerina: Gut, natürlich.
Angelo: Also in der Schweiz ist das Album schon im Mai rausgekommen. Und dort haben wir echt sehr gute Rückmeldungen bekommen, auch so von der Presse. Und jetzt sind wir natürlich gespannt. Also irgendwie hatten wir so viel zutun, dass wir den Release echt ein bisschen verpasst haben, so, ach, da war ja was… Also müssen wir das irgendwie noch nachholen. Und dann mal schauen.
Katerina: Ja, wir freuen uns einfach extrem, hier spielen zu dürfen.
Angelo: Sowieso.
Katerina: Deutschland ist ja so wie der große Bruder und jetzt darf man auch mal mit dem großen Bruder spielen so.
Angelo: Ich war jetzt auch im Sommer einen Monat in Berlin und ich fand’s echt extrem toll da.

JOINMUSIC: Ward Ihr denn viel zusammen im Studio, habt viel Zeit dort verbracht?
Katerina: Ja, das sowieso. Also wir haben echt früh mit neuen Songs begonnen und dann Februar, März, April, da waren wir dann echt die ganze Zeit nur im Studio. Fast nichts Anderes gemacht. Das Album, wie es jetzt klingt, das ist echt innerhalb von drei Monaten passiert. Wir hatten sehr viel Rohmaterial, wir haben getüftelt und gemacht und so. Und plötzlich kommt es dann irgendwie so raus, wie es sein soll. Man sammelt lange Material und irgendwann sprudelt es einfach so raus. Und dann war es echt für uns beide klar, ja, das ist es jetzt. Eigentlich wollten wir das Album schon ein halbes Jahr früher rausbringen, aber wir haben gemerkt, das geht noch nicht, wir sind noch nicht so weit. Aber dann später, da war es uns echt klar, dass es das jetzt ist.

JOINMUSIC: Also habt Ihr dann noch so richtig an den Songs rumgetüftelt?
Katerina: Ja, die Songs haben sich echt nochmal extrem verändert am Schluss. Und der Sound an sich. Und irgendwann waren wir beide aber auf dem gleichen Nenner und wussten, das wollen wir und so muss es klingen. Und dann ging das auch recht schnell. Zu zweit ist das auch oft eine Kompromisssache, weil zwei mitbestimmen, wie es klingen muss. Bei uns ist das nämlich nicht so, dass jemand ausschließlich der Produzent ist und der andere ausschließlich der Songschreiber. Klar haben wir so einzelne Bereiche. Aber schlussendlich machen wir echt alles zusammen.
Angelo: Aber eigentlich ist das Tolle, dass wir eben keine Kompromisse machen. Wir machen keine halben Sachen, das muss schon perfekt sein.

JOINMUSIC: Ist der Albumtitel denn vielleicht auch deshalb „Modern Age“, weil für Euch als Band vielleicht auch so eine Art neues Zeitalter angebrochen ist?
Katerina: Also ich glaube, lustigerweise passt der Albumtitel zu ganz vielen Sachen, die passiert sind. Ich glaube, das hat sich echt fast so als Ohmen ergeben. Aber eigentlich ist es der Titelsong. Das hat bei uns auch viel mit politischer und weltanschaulicher Desillusionierung zutun.
Angelo: Also wir haben so gemerkt, okay, das ist jetzt das neue Zeitalter.
Katerina: Wir haben viel darüber diskutiert und ich arbeite auch im Tierschutz und das war alles so, wow, okay, es läuft einfach echt so viel schief, und das hat uns einfach echt sehr geprägt. Beim ersten Album war es so eine Herzensangelegenheit, die uns geprägt hat, und jetzt halt die Moderne mit ihren schönen, aber eigentlich eher schlimmen Seiten.

JOINMUSIC: Also sind das auch die Dinge, die Euch beeinflussen, was Ihr so in Eurer Umgebung wahrnehmt?
Angelo: Ja, total. Ich glaube, das erste Album war mehr so eine innere Sicht und das zweite ist mehr so eine Außensicht.
Katerina: Obwohl es vielleicht subtiler ist in gewisser Hinsicht, finde ich irgendwie… Es ist ruhiger. Also nicht ruhiger als Gesamtgefühl. Aber es ist definitiv so eine Wahrnehmung der Außenwelt.

JOINMUSIC: Ich fand’s auch echt total spannend, mich durch das Album zu hören. Es geht ja irgendwie ziemlich düster los, dann baut es sich so auf, dann kommen doch die helleren und fröhlicheren Songs und ja, das war echt interessant. Echt total facettenreich.
Angelo: Ja, danke, vielen Dank.

JOINMUSIC: Ja, und das war auch so ein bisschen meine Frage, warum habt Ihr Euch für diesen düsteren Song „Lo and Behold“ als Opener entschieden?
Katerina: Also für mich ist das so… also, der ist zwar düster, aber er hat trotzdem sowas…
Angelo: … nostalgisches.
Katerina: Ja, nostalgisch, romantisch. So die 60er inspirieren mich auf jeden Fall und ich weiß Angelo mag die italienischen Balladen, sowas… Und ja, dann spielt da noch unser Humor mit rein. Das passiert echt oft, dass Angelo sich mit der Gitarre hinsetzt und etwas komplett kitschiges, herzzerschmetterndes spielt. Oft ist das entweder so eine französische Romanze oder ein italienischer und dann ja, dann probieren wir da so rum und finden das irgendwie witzig. Also wir sind da manchmal echt voll der Kindergarten. Wir nehmen uns echt die meiste Zeit gar nicht ernst. Und dann ist unsere Musik aber doch so ernst, weil wir Themen haben, die uns beschäftigen. Aber während des Musikmachens sind wir meistens, also wenn’s funktioniert, dann sind wir, ja, niveaumäßig eher… weit unten.

JOINMUSIC: Haha, okay, wer hätte das gedacht.
Angelo: Manchmal machen wir auch so richtige Freudentänze im Studio. Wenn’s so groovt und alles klappt und man sich halt freut.
Katerina: Und dann denke ich mir, warum bin ich eigentlich schon über 30? Wir müssten eigentlich 19 sein und mit diesem Elan jetzt weitermachen. Aber vielleicht ist auch das grade das Gute. Durch unser Alter haben wir halt schon einen etablierten Musikgeschmack und wir wissen, was uns gefällt und was nicht. Wenn ich zurückdenke, ich glaube, wenn ich jetzt erst 19 wäre, ich hätte einfach so viele, zu viele, Einflüsse gehabt und das gefällt mir und das auch… Und jetzt weiß ich halt viel mehr, wenn ich was höre, dann ist es so, ja, voll, das gefällt mir und das wird mir immer gefallen. Oder voll nicht.
Angelo: Weißt Du was, morgen gehen wir ein Tattoo machen für Dich. Du bist jetzt genau im richtigen Alter.

[alle lachen]

Angelo: So morgens um 4, oder so. Das wäre geil.
Katerina: Oh, mein Gott.

JOINMUSIC: Okay, kommen wir zurück zum Thema, also Ihr probiert musikalisch einfach immer viel aus und sitzt oft zusammen.
Angelo: Ja, total. Und dann ist da auch immer so eine gewisse Naivität, die echt auch wichtig ist.
Katerina: Ja, voll. Wir machen einfach immer das, was uns grade berührt und gefällt. Und wenn er grade ein Reggae-Album hört, dann beeinflusst uns das. Und es ist nie so, dass wir irgendwas kopieren wollen. Aber wir fangen dann an und spielen was und dann verändert sich das auch wieder voll. Ja, so irgendwie… Und „Lo and Behold“ ist echt auch aus so einem Reagge/Chanson-Ding entstanden. Plus dann diese düstere Stimmung, mit der wir spielen. So woah, jetzt müssen wir das Brotmesser auspacken. Haha. Es ist nicht so, dass das düstere von einem Downer kommt und wir beide irgendwie am Boden sind. Sondern wir spielen da echt mit. Ja, das hört sich selbstmörderisch an, das wollen wir. Und dann sind wir aber eigentlich voller positiver Energie.

JOINMUSIC: Als Singles habt Ihr Euch ja dann für „The First To Walk“ und „Modern Age“ entschieden. Und dann gab es ja auch noch „Overboard“, den ich echt richtig gerne mag, den Song. Der war aber dem Album so ein bisschen vorgelagert, oder?
Katerina: Ja, genau, den gab es schon weit vorm Album. Das ist auch einer meiner allerliebsten Songs.
Angelo: Ja, da haben wir halt gedacht, okay, in ein paar Monaten kommt das Album raus, lass uns mal mit diesem Song loslegen. Und dann hat das mit dem Album aber eben doch noch gedauert. Ich glaube bei „Overboard“ haben wir echt so den Sound entdeckt, den wir haben wollten.
Katerina: Und dann haben wir gemerkt, hier müssen wir weitermachen. Wegen des Songs, wegen seines Sounds. Wir haben da was gefunden, was voll passte.

JOINMUSIC: Und die anderen beiden Songs, wieso sind die auch noch Singles geworden?
Katerina: Die waren auch beide sehr prägend für uns. Also „Modern Age“, wie der entstanden ist, war echt besonders. Angelo hatte da so ein Interview…
Angelo: Ja, also ich bin eigentlich ein sehr großer Jimi Hendrix-Fan. Und ja, deshalb bin ich immer auf der Suche nach Interviews mit solchen Persönlichkeiten. Und auch, weil ich nebenbei noch elektronische Musik mache, bin ich immer auf der Suche nach Samples. Nach Aufnahmen, wo eine coole Person was Cooles sagt. Und dann habe ich dieses Interview durchgehört von Jimi Hendrix. Und er erzählt da so über die Gesellschaft und spricht darüber, dass man ja inzwischen für alles eine Pille nehmen kann. Man muss sich nicht mehr verändern, oder so.
Katerina: Symptom-Bekämpfung.
Angelo: Genau. Und das ist das, was unsere Gesellschaft ausmacht. Okay, wir haben da ein Problem, dann machen wir das. Aber die Ursache von allem Übel ist ja dann eigentlich immer noch da.
Katerina: Es wird immer nur überlegt, wie kann man das überdecken…
Angelo: Das ist halt echt so Kritik an der Konsumgesellschaft.
Katerina: Und dann hat Angelo mir diesen Satz gezeigt, den er rausgeschrieben hat. Und dann haben wir da so ein bisschen was aufgenommen. Und dann hat er das mit reingenommen ins Projekt und das hat einfach so gepasst, das war echt perfekt. Die Stimme von Jimi Hendrix und was er sagt und die Texte, die wir geschrieben haben. Und so entstand „Modern Age“ und dann war auch klar, dass auch so das Album heißen muss. Weil der Song an sich auch einfach voll für das steht, was wir machen und aussagen wollen. Und weil er dann doch so ungewollt und sehr spontan entstanden ist. Und ja auch voll aus Elementen, die ihn beschäftigen, und die mich beschäftigen. Und das haben wir dann so zusammengebastelt. Und dann war klar, dass das die erste zweite, also die erste „richtige“ Single wird.

JOINMUSIC: Und der Song „Whistleblower“, der ist mir auch echt positiv aufgefallen, was hat es mit dem auf sich.
Angelo: Ja, um was geht es da?

[alle lachen]

Katerina: Ja, da habe ich den Text geschrieben. Also das kam so, dass ich da so ein Grundgefühl hatte. Und oft ist das so, Angelo ist da so am Tüfteln, an der Gitarre, oder seinen Geräten, und ich fange dann an, einfach zu schreiben. Ich habe dann an dem Tag so ein Grundgefühl und es gibt diese eine Sache, die mich dann beschäftigt, und dann höre ich Musik und dann schreibe ich einfach dazu, das, was mir so in den Sinn kommt. Und der „Whistleblower“, das ist wieder so ein Gesellschaftsding. Gib mir doch bitte ein paar Gerüchte und dann bastle ich da eine Story drum. Und vielleicht kann man ja was erreichen mit dem Halbwissen, das ich habe… Gefährliches Halbwissen. Und das ist doch echt prägend, dass es immer irgendwo heutzutage einen Whistleblower hat. Und ja, durch diese Gedanken ist dann zuerst der Refrain entstanden.
Angelo: Eigentlich war das ja so ein Last Minute-Song.
Katerina: Nein, der war doch schon voll alt.
Angelo: Ja, aber ich meine, wie der sich noch entwickelt hat. Dann kam da noch so dieser Reggae-Einfluss rein.
Katerina: Achso, ja, voll, musikalisch hat der Song sich noch voll entwickelt. Aber der Text stand echt schon lange. Und Angelo hat mich auch immer gefragt, was ist mit diesem Whistleblower, was willst du damit. Und ich war so, doch, doch, das passt, das ist so ein Gefühl, diesen Whistleblower, den gibt es doch voll. Jemand, bei dem Du nicht weißt, ob Du ihm trauen kannst, oder nicht, aber eigentlich willst du es, weil die Story so spannend ist. Es ist halt so eine Scheinwahrnehmung.

JOINMUSIC: Super, richtig cool. Und der letzte Song ist mir auch noch aufgefallen. Der heißt ja „Great Fall“. Das hat aber keine Bedeutung, oder? Kommt nach dem Ende des Albums der große Fall? Das könnte man sehr dramatisch interpretieren.
Katerina: Ja, voll, Drama lieben wir. Er hat italienisches Blut, ich bin Bulgarin. Ich habe immer Drama um mich rum, immer, nur [lacht]. Und „Great Fall“, das ist schon auch ein Drama. Du fällst da in dieses Loch und dann musst Du sehen, was Du damit machst, wie man da wieder rauskommt. Und es stimmt schon, das ist der letzte Song und ja, das Album ist draußen, aber keine Ahnung, was mit uns passiert. Wie geht’s weiter? Aber wir lassen uns einfach fallen und schauen mal. Aber eigentlich war das überhaupt nicht so gedacht. Okay, am Schluss so ein Lied.
Angelo: Das war vor allem dieser musikalische Schluss, der langsamer wird, und deshalb so gut passte.
Katerina: Für uns hat’s halt einfach gepasst.

JOINMUSIC: Ja, und das ist ja auch absolut in Ordnung. Und ich meine, nach einem Fall geht’s ja auch immer weiter, das ist doch auch gut.
Katerina: Ja und hier ist das auch echt nicht so negativ zu sehen, so im Sinne von wirklich fallen, sondern eher so, wir lassen jetzt alles fallen, wir machen das einfach, einfach mal loslassen.

JOINMUSIC: Ja, sehr cool. Lasst uns noch über das Video reden zu „The First to Walk“. Du, Katerina, zeigst beeindruckende Hoolahoop-Fähigkeiten. Wie kamt Ihr denn auf diese Idee?
Katerina: Also unser Keyboarder, der auch ein bisschen mit uns produziert, Hans-Jakob Mühlethaler, der hatte diese Idee. Weil er hat mich mal mit so einem Mini-Hoolahoop-Reifen gesehen, also so ein Ding für Fünfjährige. Und deshalb sah das halt mega anstrengend aus. Und halt auch komplett idiotisch. Und er meinte so, Du siehst echt aus, wie eine Dreijährige, die komplett ausrastet, wenn sie so einen Reifen bekommt, lass uns mal ein Video drehen. Also war das schon recht lange die Idee. Und dann hat er das Angelo erzählt und dann fanden die beiden, dann könnte man das ja eigentlich jetzt sofort machen. Und so war das dann auch. Los geht’s, one take. Aber Du musst es jetzt fünfzehnmal machen, damit wir dann den besten Take raussuchen können. Das war echt krass.
Angelo: Also ich glaube, wir hatten vier Takes insgesamt, oder?
Katerina: Ja, wir hatten vier Takes, die fix waren.
Angelo: Bis die Sonne unterging.

JOINMUSIC: Und Du saßt da einfach die ganze Zeit entspannt rum.
Angelo: Ja, genau.
Katerina: Ja, und ich hatte diesen kleinen Reifen, für Fünfjährige, das war echt der pure Horror. So schwierig. Normalerweise mit einem großen ist das ja echt easy, aber so.
Angelo: Super Hüftschwung!

JOINMUSIC: Auf jeden Fall, ich war auch echt beeindruckt.
Angelo: Ich fand das Coole, dass es sich gar nicht angefühlt hat, wie ein Videodreh. Man fühlt sich ja sonst auch echt anders vor der Kamera. Aber jetzt, wenn ich das Video schaue, finde ich, dass Du echt so natürlich rüberkommst. Du bist einfach so. Man sieht einfach alles, wie Du angestrengt bist, wie Du es lustig findest.
Katerina: Ja, ich bin ja auch gar nicht geschminkt, meine Haare waren irgendwie seit drei Tagen nicht mehr gewaschen. Und ich meinte auch zu den anderen, können wir nicht schauen, dass ich wenigstens nicht so zugeklebte Haare habe und wie grade aufgestanden aussehe. Und die nur so, das ist perfekt, das soll so sein, das ist super so, total echt.
Angelo: Und es war perfekt!

JOINMUSIC: Absolut. Was Du grade schon sagtest, mir ist aufgefallen, dass Ihr auch immer in Euren Musikvideos drin vorkommt, richtig?
Katerina: Ja, eigentlich schon. Ein Video haben wir, in dem wir nicht drin vorkommen. Aber die wenigsten kennen dieses Video. Das ist vom ersten Album, so ein Hochformat-Handyvideo. Auch wieder Hans-Jakobs Idee. Seine betrunkene Mitarbeiterin in einer Bar hat das mit ihrem Handy gefilmt und er fand das damals sehr lustig. Dass alle mit ihren Handys immer im Hochformat filmen. Und dann hat sie das irgendwie noch in Slow Motion gemacht, oder so. Und dann kam er zu uns und meinte, das ist euer Video! Und wir so, ahja, voll geil. Also ja, wir fanden das irgendwie echt lustig, weil wir kamen da nicht drin vor und die Leute dort wussten halt nicht, dass es um ein Musikvideo geht. Sie hat das gedreht an einem normalen Abend nach der Arbeit. Und wir finden, das passt echt voll zum Song. „100 Hours“ heißt das.

JOINMUSIC: Okay, muss ich mir nochmal anschauen. Und bei den anderen Videos hat sich das dann einfach so ergeben, dass Ihr eben mit dabei seid.
Angelo: Ich glaube, das lag immer an den Leuten, mit denen wir zusammengearbeitet haben. Die hatten dann Ideen mit uns und so kam das dann. Zufall.

JOINMUSIC: Aber es hat Euch dann aber schon Spaß gemacht, oder? Und es ist doch auch schön zu wissen, dass ein Song jetzt auch noch visuell untermalt wird, oder?
Katerina: Für mich schon. Wir haben das auch immer mit guten Freunden gemacht. Wir haben das Glück, sehr talentierte Freunde zu haben. Und die hatten dann Lust, mit unseren Songs ein Video zu machen. Und die kamen dann von sich aus zu uns. Das war halt echt cool so rum.

JOINMUSIC: Cool, sehr praktisch. Meine letzte Frage sollte jetzt eigentlich sein, wie Ihr das Festival bisher so wahrgenommen habt, aber das habt Ihr ja noch nicht. Aber wir sind ja schon kurz an der Location vorbei… [Anm. d. Red.: Die beiden hatten ihren Flieger verpasst, mussten über Umwege nach Hamburg einfliegen, kamen dann zu spät und verpassten ihren Auftritt auf dem Reeperbus. Abends sollte es dann noch einen Gig im Sommersalon geben.]
Katerina: Ja, echt, sehr, sehr schade, dass wir jetzt nicht spielen konnten, mir ist echt das Herz in die Hose gerutscht. Als ich das jetzt grade sah, mit dem schönen Wetter und den ganzen Leuten. Ich war echt geknickt.
Angelo: Und wir haben auch echt viel geübt.
Katerina: Und wir haben uns auch echt so auf diese Show zu zweit gefreut. Wir haben gestern noch geübt und das hat echt voll Spaß gemacht. Ist schade.

JOINMUSIC: Naja, aber heute Abend habt Ihr dann ja auch noch eine Chance. Und da spielt Ihr dann noch mit einem Schlagzeuger?
Katerina: Ja und mit einem Keyboarder. Dem, von den Videos.

JOINMUSIC: Ah, okay. Das wird also sicherlich echt super heute Abend. Ich wünsche Euch auf jeden Fall richtig viel Spaß.
Beide: Super, vielen Dank.

JOINMUSIC: Vielen Dank an Euch.

Entdeckte Musik durch ihre Oma, die mit ihr Kinderlieder am Telefon sang. Damals, irgendwo zwischen Ruhrgebiet und Niederrhein. Dann für's musikorientierte Studium in die Niederlande und nach Finnland. Derzeit wohnhaft in Hamburg. Und die Liebe zur Musik nicht verloren.

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