„Ein Coitus Interruptus enormer Größe“ – Moop Mama im Interview

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Machen Moop Mama eigentlich alles falsch? – Aus dem effizienten Two-Turntables-And-A-Mic-Postulat des Hip Hop haben die Münchner Weißwürste nach dem Motto Viel Hilft Viel ein 10-köpfiges Live-Monster herausinterpretiert, das mit seinen sieben Bläsern, zwei Trommlern und MC Keno Langbein nicht nur seinesgleichen sucht. Sondern nebenbei auch noch mit ein paar anderen so genannten Selbstverständlichkeiten aufräumt: 1. Hip Hop muss kein Einzelsport sein. 2. Hip Hop und „richtige Instrumente“ gehen nicht nur bei den Roots zusammen. 3. Hip Hop und Live-Spektakel sind bei Moop Mama zwei Seiten einer Medaille. Zurück also zur Eingangsfrage: Ja klar machen die alles falsch. Aber extra halt. Und das richtig. Aber nicht nur. Sondern auch anders, und deswegen cool und überhaupt. Wie und ob sie das angesichts der Veröffentlichung ihres dritten Albums „M.O.O.P.topia“ auch so sehen, was es mit dem Fahrrad-Fetischismus auf sich hat und warum sie nicht mit Alnatura kooperieren, das alles klärten Keno Langbein und Bass-Drummer Lukas Roth im JOINMUSIC-Interview.

JOINMUSIC: Wie sind den die Guerilla-Promo-Aktionen in Berlin gelaufen?
KENO LANGBEIN: Großes Abenteuer auf jeden Fall. Wir hatten ja unsere Bikes dabei, die wir aus alten Teilen komplett selber aufgebaut haben – und die Bastelfraktion hat bis tief in die Nacht noch die letzten Schrauben festgezogen. Wir hatten zwar schon das „Die Erfindung des Rades“-Video mit den Rädern gedreht, aber für die Aktion sind die dann noch mal neu bestückt worden. Mit Boxen, Megaphon-Lautsprecher usw.. Und vieles davon ist sozusagen ungetestet gleich in Betrieb genommen worden, so dass wir für die ersten dreihundert Meter extrem lang gebraucht haben.
LUKAS ROTH: Tja, erste Gelände-Tests halt.
KENO: Aber im Laufe des Tages haben wir uns dann so eingegroovt und als wir dann abends an der Warschauer Brücke gespielt haben, habe ich gespürt: Ja, so könnte sich das Anfühlen.

JM: War das Eure erste Aktion mit den Bikes oder habt Ihr die auch schon anderswo zum Einsatz gebracht?
LUKAS: Mit Bikes haben wir draußen noch nicht ausprobiert
KENO: Nö. Das ist neu.

JM: Und schon sind wir bei Eurem Album: Denn als Video-Requisite für „Die Erfindung des Rades“ – Ihr erwähntet das schon – werden die Fahrräder effektvoll in Szene gesetzt. Im Gesamt-Kontext Eures aktuellen Albums „M.O.O.P.topia“ sind sie aber auch wie eine Art roter PR-Faden – wie kamt Ihr auf die Idee mit den Fahrrädern und warum dann diese speziellen Fahrräder? E-Bikes oder Liegeräder wären doch auch gegangen.
LUKAS: Also…
KENO: … die Idee ist schon ziemlich alt…
LUKAS: Die gibt’s schon länger. Ursprünglich kam die vom Jan [Jan Rösler, Posaune] und Dir, Keno. Und wir haben die schon länger mit uns rumgetragen. Vor allem wegen des Straßen-Dings. Wir spielen halt gern auf der Straße und da ist das Bike perfekt. Es verlagert die Sache noch mehr auf die Straße und macht es gleichzeitig mobiler. Und das habe ich tatsächlich auch gestern gesehen. Bis gestern habe ich nicht dran geglaubt, dass das auch in echt ein Fortschritt ist, also abgesehen vom Optischen. Aber so viele Meter, wie wir gestern gemacht haben, hätten wir mit den Instrumenten zu Fuß an einem Tag nicht geschafft.

JM: Könnt Ihr denn wirklich spielen und fahren gleichzeitig?
LUKAS: Die Meisten, naja, manche Instrumente schon. Nicht alle.
KENO: Aber das ist gar nicht unser Ziel. Wir wollten uns einfach durch die Stadt bewegen. Und so wie Du’s eben schon hast anklingen lassen: Es ist eben ein wichtiger Teil unserer „M.O.O.P.topia“. Du hast formuliert, die Räder wären Teil unseres Marketing-Plans und natürlich ist das auch so. Aber die „M.O.O.P.topia“, die Utopie, die wir eigentlich anstreben, die zielt auch darauf ab, dass wir genau solche Sachen wie Marketing und so, uns selber ein bisschen spannender machen, als es normalerweise ist. Dass wir nicht diese Standard-Wege gehen, alles so machen, wie es normalerweise läuft: In irgend’nem Hotel sitzen, auf den nächsten Journalisten nach Dir warten usw. Auch für die Leute da draußen wär’s langweilig, weil es immer das gleiche Programm ist. Und der ganze Weg, wie wir dazu gekommen sind, dass wir die Fahrräder selber gebaut haben, dass wir jetzt damit rumfahren, dass wir das irgendwie in unsere Kampagne mit einbauen, das ist irgendwie alles ein großes Ding, was für uns darauf hinausläuft, viel selber zu machen und was ausprobieren, was ein Stück weit kreativer ist und über ein paar Grenzen geht, die wir uns einfach nicht setzen lassen wollen.
LUKAS: Du hast ja auch gefragt, warum die BMX-Bikes und nicht irgendwelche anderen – BMX-Räder, die haben so noch was Spielerisches, die verkörpern ‚was Kindliches…
KENO: Und sie gehen in den Sprinter.
LUKAS: Ja, auch das. Sie sind klein, man kann sie mitnehmen und sie sind ein bisschen robuster als beispielsweise ein Fixie oder so. Und zum irgendwo in der Stadt rumkurven sind sie halt geil.

JM: Gekauft. Wenn es überhaupt coole Räder gibt, dann doch wohl BMX und Bonanza-Bikes?!
KENO: Auf jeden Fall.

JM: Is‘ ja nun mal so. In dem Zusammenhang muss ich was fieses, nein, eine bisschen ketzerisch-provokante Frage stellen: Ihr nehmt alles selber in die Hand, Ihr wollt andere Wege gehen, und die Idee, den Journalisten nach ’nem Interview jeweils ein Fahrrad zu schenken, ist auch top.
KENO: Ach – davon wusste ich noch gar nix…

JM: Ihr habt für die Promotion auch mit dem Media-Markt kooperiert.
KENO: Nee, mit Saturn.

JM: Mit Saturn?
KENO: Ja, das ist ja ne ganz andere Schiene…

JM: Hätte man nicht auch mit Alnatura oder …
KENO: Tja – leider verkauft Alnatura keine CDs. Und auch keine Downloads.

JM: Alles klar. Ist angekommen, hab ich verstanden. Kein Punkt für mich.
KENO: Du spielst jetzt so ein bisschen darauf an, dass wir einerseits auf Alles-Selber-Machen und vielleicht auch Alternativ-Sein und so, und trotzdem ne Band sind, die CD verkaufen will und muss. Es gibt nicht so viel Gute in dem Spiel.

JM: Wohl wahr.
KENO: Mir ist es ehrlich gesagt lieber, dass man es schafft, das Zeug überall zugänglich zu machen, ohne dafür irgendjemandem zu tief in den Arsch zu kriechen. Eine Kooperation heißt ja nicht per se, dass das schlecht ist – also für mich nicht. Aber es gibt dann halt schon so Sachen wie: Jeder Online-Händler will ’nen Exklusiv-Song von dir, jeder will das und jeder will jenes. Und deshalb ist es schon auch unsere Strategie, das umzudrehen und zu sagen: Nee, pass mal auf, wir fahren durch die Stadt, wir sind hier und kommt doch einfach zu uns. Ob das dann immer auch wirklich klappt, ist ne andere Geschichte.

JM: Einleuchtend. Können wir auch ganz schnell abhaken: Auch ich muss sehen, dass die Butter auf’s Brot kommt. „Das Rote Album“ war als Titel ziemlich eindeutig. „M.O.O.P.topia“ ist das nicht – oder doch?
KENO: Nee, ist nicht eindeutig, da ist viel Interpretations-Spielraum drin.

JM: Was an und auf Eurem neuen Album geht in Richtung der Utopie, die Ihr Euch vorstellt, verwirklich sehen wollt?
KENO: Ich finde, so ziemlich alles. Der Titel passt deshalb ganz gut – das hätten wir auch schon für das erste oder zweite Album als Titel wählen können – weil das Thema Stadt und Urbanität, war eins, was uns alle schon immer beschäftigt hat und irgendwie, sind alle Geschichten und Songs zusammen, dieser Ort „M.O.O.P.topia“, den ich mir vorstellen würde. Und gleichzeitig steht der Begriff aber eben auch für etwas, was wir selber schaffen wollen. Die Dinge und die kreativen Prozesse, die wir selber umsetzen wollen. Das, was wir selber formen wollen. Das ist unsere Utopie: Das zu machen, was wir machen wollen.

JM: Ich hak‘ da trotzdem noch mal nach, weil Utopie für mich immer auch die Möglichkeit der allumfassenden Verbesserung, der Optimierung von Dingen und Sachverhalten beinhaltet. In einer fernen Zukunft und an einem Ort, von dem man noch nicht genau weiß, laufen die Dinge anders, halt besser. Auf „M.O.O.P.topia“ sind meinem Verständnis nach aber auch einige Songs, an denen ist eher wenig Utopisches dran: „Typ Ische Verhältnisse“, „Herr der Lage“, „Meermenschen“ und nicht zuletzt „Löscht das Internet“ – das geht es ja nirgends um eine Art – überspitzt – Heilsversprechen.
KENO: So haben wir das mit der Utopie aber nicht gemeint. „M.O.O.P.topia“ ist in dem Sinne ja kein Konzept-Album. Der Titel ist nach dem Album gekommen und wir haben gemerkt, dass es gut zu dem passt, was wir machen. Nicht aber zu jedem einzelnen Song. Und ich finde, „Löscht das Internet“ ist irgendwo auch schon ein utopischer Gedanke. Aber wir haben nicht darauf geachtet, dass jeder Song irgendwie eine positive Utopie malt. Schließlich heißt das Album ja auch nicht Utopia, sondern „M.O.O.P.topia“. Und dieser Ort ist weder nur positiv noch nur negativ, sondern setzt sich. Und die sind immer irgendwie eine übersteigerte Version unserer Realität. Vielleicht gar nicht so weit weg von ihr.
LUKAS: So wie das Cover ja auch.
KENO: Wenn Du mich nach dem Ort fragst, ist das für mich auch kein Ort, der komplett anders ist, als die Welt, in der wir leben. Nur vielleicht ein bisschen übersteigert. Oder?
LUKAS: Also ich glaube: Utopie, klar, ist auch nach unserer Fantasie im besten Fall positiver, als das, was wir um uns rum sehen, auch um es positiv beeinflussen zu können. Oft ist aber tatsächlich nur die Sichtweise. Der Anstrich. So wie das Cover auch. Hochhäuser? Klar, aber die kann man auch anders anstreichen, bunt machen. Und so ist das auch mit den Songs: Wir zeichnen ein Bild, das wir so in der Realität gesehen haben, aber mit unserer Sicht darauf komplett anders anstreicht. Bunter eben.

JM: Na, wenn das keine taugliche Erklärung ist. Was das allgemeine Hörgefühl angeht, muss ich dem zustimmen. Im Vergleich mit „Das Rote Album“ kommt mir „M.O.O.P.topia“versöhnlicher vor, nicht unbedingt zufriedener, aber zen-iger vor.
LUKAS: Zen-iger?

JM: Von Zen.
KENO: Gleichmütiger.

JM: Ja. Aber auch in sich ruhender.
KENO: Es ist auf jeden Fall positiver als das letzte Album.

JM: Tracks wie „Roboter“ oder „Kilometerfressen“, Nummern mit einer richtigen Anti-Haltung, sucht man auf „M.O.O.P.topia“ vergeblich. Dafür so tolle Sachen wie „Alle Blumen“.
KENO: Aha.
LUKAS: Mhmm.

JM: Kannst Du, Keno, mal erklären, wie es zu „Alle Blumen“ kam?
KENO: Das ist ganz einfach zu erklären: Da ist auf jeden Fall viel neue Liebe drin, in dem Album, die ich jetzt halt erlebt habe und die fließt da natürlich über meine Texte halt mit rein. Vorher war alles schlecht. Jetzt ist alles gut.

JM: Wie so häufig.
KENO: Du weißt schon. Es gibt so Phasen, auf denen man dann wie auf einer Welle der Euphorie schwimmt, und es gibt Phasen im Leben, wo man das nicht tut. Ich hatte sowieso vorgehabt, das alles in eine positivere Richtung zu lenken, aber dann hat sich das von allein ergeben. Ich musst mich nicht anstrengen, irgendwelche Blumen-Messages aus den Rippen zu schneidern.

JM: Hätt‘ ja auch sein können, dass irgendjemand oder Du, den grünen Daumen entdeckt hat… Egal, „Face Dance“ find ich auch sehr gelungen.
LUKAS: Schön, das freut mich.

JM: Dazu habe ich aber gleich noch ne Frage, weil „Face Dance“ laut Tracklisting des letzte Stück sein soll: Auf „M.O.O.P.topia“ ist ein Hidden Track, der aber nur auf CDs funktioniert. Und Tapes.
KENO: So ist das.
LUKAS: Ja.

JM: Verkauft Ihr denn noch so viele CDs?
KENO: Ja, eigentlich schon. Vor allen live, auf Konzerten, verkaufen wir die viel. Vinyl ist da inzwischen auch schon stärker gefragt. Wir verkaufen schon noch ziemlich viele physische Tonträger.
LUKAS: Auf Vinyl ist er aber auch drauf.

JM: Auf Platte? Wie’n das? Doch nicht als Hidden Track!
LUKAS: Doch.

JM: Dann gibt’s dann so’ne lange Leerspur…
LUKAS: … und dann muss man die Nadel neu aufsetzen.

JM: Ok, alles klar.
KENO: Gaaanz toll versteckt. Danke für den Hinweis.
LUKAS: Kannste das vielleicht nicht schreiben? Wir haben das jetzt nur Dir gesagt, weil Du’s entdeckt hast.

JM: Gut.
KENO: Mach’s doch in die Überschrift. Für Interviews braucht man doch immer so reißerische Überschriften: Moop Mama – Hidden Track entdeckt!

JM: Hehe.
KENO: Moop Mama bringen ein neues Album raus, aber was am Ende der Platte passiert, wirst Du kaum glauben.
LUKAS: Digital gibt es überhaupt keine Hidden Tracks. Gibt’s keine Möglichkeit für.

JM: Warum habt Ihr es dennoch gemacht? Der Song, der der Hidden Track ist, hätte sich doch auch perfekt als Outro geeignet?
LUKAS: Äh-äh, da muss ich Dir widersprechen.

JM: Wär‘ ja nicht das erste Mal…
LUKAS: Ich fand, dass „Face Dance“ und insbesondere die letzte Strophe von „Face Dance“ ein wahnsinnig starkes Ende für’s Album. Ich weiß noch genau, wo ich die Strophe von Keno auf den letzten Teil – der war musikalisch komplett fertig und Keno hat ihn doch noch beschrieben – gehört habe und mir gedacht, wow, so muss das Album aufhören. Der Hidden Track – ich find den sehr lustig – tja… Ich, wir, haben schon öfter Hidden Tracks gemacht und es war immer was Lustiges. Eher so’n Scheiß, der nebenbei entstanden ist. Und das ist für mich eben ein Hidden Track, so.
KENO: Das, worüber Du erschrickst, weil Du im Auto so halb weggeträumt bist und plötzlich geht die Musik wieder an und Du denkst so: Huäh, was is’n jetzt los?!
LUKAS: Genau.

JM: Ok. „Prokrastination“ sticht heraus. Für Euch auch?
KENO: Klar. Ist außergewöhnlich.
LUKAS: Von der Komposition her schon.
KENO: Weil’s in vielerlei Hinsicht etwas ist, was wir noch nie gemacht haben. Allein der musikalische Stil, das Genre, das wir uns dafür ausgesucht haben, hatten wir so in der Form noch nie.
LUKAS: Und so lang warten auf’n Texteinsatz auch nicht.

JM: Ich wollt grad sagen.
KENO: Das war aber auch irgendwie der Ansatz. Wir wussten, wir wollen auf dem neuen Album schaffen, musikalische Strecken und Text-Strecken anders bzw. besser miteinander zu verbinden, als wir das bisher getan haben. Nicht nur so klassische Arrangements zu machen, sondern ab und zu auch was Neues auszuprobieren. Und dafür ist „Prokrastination“ ein Paradebeispiel: Mit diesem ganz ganz langen Intro und dann dem Text und trotzdem erzählt alles zusammen eine Geschichte, die in sich stimmig ist. Das sagt ja auch was aus.
LUKAS: Man muss die Leute auch richtig lang langweilen, damit sie dann auch bei der Stimmung des Textes ankommen.

JM: Im Englischen ist to procrastinate durchaus üblich. In Deutschland ist mit das vor ungefähr einem Jahr zum ersten mal auf einem Plakat für Auszubildende, Handwerkskammer oder so aufgefallen. Und ich dachte nur: Prokrastination – was’n jetzt los?
KENO: Schon witzig. Dieses Wort, so habe ich das Gefühl, das schwirrt schon seit einiger Zeit rum, auch , weil es viele Leute neu entdecken. Ich hab tatsächlich gemerkt, dass viele Leute genau an der Stelle, an der ich im Text sage: „Ich google nur noch kurz die Bedeutung des Wortes Prokrastination“ ihr Handy rausholen und so… hehe
LUKAS: Hehe.
KENO: Also eigentlich: Perfekt. Ich hätte nicht gedacht, dass es so gut läuft.

JM: Sehr schön. Wenn ich nicht ganz falsch liege, ist „M.O.O.P.topia“ das erste Moop Mama Album mit ausgewiesenen Features.
KENO: Wir hatten auf dem ersten Album noch drei Songs mit dem Fatoni zusammen . Das war aber kein klassisches Feature, weil er am Anfang ja noch angeschlossenes Bandmitglied war. Und ja, das ist die erste Platte, wo wir Gäste haben. Freuen wir uns auch drüber.
LUKAS: Wir hatten den Achim, Demograffics, auf der letzten Platte…
KENO: Stimmt.
LUKAS: … bei der englischen Strophe von „Wunderheiler“, die ist aber auch ziemlich drinnen versteckt. Nicht so klar ersichtlich.

JM: Und die Zusammenarbeit mit Jan Delay für „Alle Kinder“ kam nach der gemeinsam erfolgreich absolvierten Tour?
KENO: Ganz genau.

JM: Apropos live. Gibt es Orte, Locations, Events, auf die Ihr Euch im Rahmen der bevorstehenden Live-Gigs für „M.O.O.P.topia“ ganz besonders freut – zum Beispiel weil ihr dort ganz besondere Erfahrungen habt machen können? Oder auch nach dem Motto: Mit denen haben wir noch ne Rechnung offen?
KENO: Ja.
LUKAS: Klar. Also letztes Jahr beispielsweise Das Fest. In Karlsruhe. Da haben wir den Mitternachts- bzw. End-Slot gespielt – kennst Du das Fest?

JM: Nee.
LUKAS: Das is’n Riesen-Apparat. Kostet wenig Eintritt und es sind irre viele Leute da. Für uns war es mit Sicherheit die größte Crowd, vor der wir je gespielt haben. Naja, und wir sind dann da raus. Und die Stimmung war Wahnsinn. Die Leute, also der Berg von Leuten da draußen hat sofort angefangen zu springen, und wir waren heiß. Und am Ende des dritten Songs ist eine Gewitterwand dahergekommen und alles, einfach alles, vom Platz gefegt. Blitze. Platzregen.
KENO: Der Platz musste evakuiert werden.
LUKAS: Die Bühne hat abgefangen zu flattern.
KENO: Das war auch gut so.
LUKAS: Und dann war halt einfach Abbruch. Das war ein ziemlich krasses Erlebnis. Dann stand man so da und öh – wie geht’s denn jetzt weiter? Und das werden wir dieses Jahr fortsetzen.
KENO: Ein Coitus Interruptus enormer Größe.

JM: Sehr gut, das war’s. Vielen Dank für’s Interview.

Foto: Lena Semmelroggen

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